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Achtung, Autofahrer!: Hessen: Blitzermarathon mit über 300 Messstellen

Autofahrer sollten am 19. April aufmerksam auf den Tacho schauen. Denn dann nimmt die Polizei auch in Hessen wieder Tempokontrollen vor. Der ADAC sieht die Aktion kritisch.
Symbolbild Symbolbild
Frankfurt.  Die Polizei in Hessen nimmt am 19. April bei einer großen Blitzer-Aktion wieder Temposünder ins Visier. Zwischen 6.00 und 22.00 Uhr gibt es Geschwindigkeitskontrollen an 324 Messstellen im Land. Wie die Beamten mitteilten, machen die Polizei Hessen und teilnehmende Kommunen bei einem europaweiten Verkehrsaktionstag namens «Speedmarathon» mit. Damit soll auf die Gefahren zu schnellen Fahrens hingewiesen werden.

Die Polizei betonte in ihrer Ankündigung: Geschwindigkeitsverstöße seien keine Kavaliersdelikte. «Mit dem Druck auf das Gaspedal beeinflusst jeder Verkehrsteilnehmer die Sicherheit im Straßenverkehr und damit die Lebensqualität aller», hieß es. Die Geschwindigkeit sei mit deutlichem Abstand die Hauptunfallursache bei Verkehrsunfällen mit Getöteten und Schwerverletzten. 2016 registrierte die Polizei insgesamt 141 133 Verkehrsunfälle auf Hessens Straßen. 231 Menschen starben im Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall.

181 Fahrverbote vor einem Jahr

Der letzte sogenannte Blitzermarathon war vor einem Jahr. Die Polizei nahm landesweit das Tempo von etwa 363 000 Fahrzeugen in den Blick. Rund 15 000 von ihnen fuhren zu schnell, 181 Fahrverbote wurden verhängt.

Vor dem nun anstehenden «Speedmarathon» veröffentlichte die Polizei eine Liste der Kontrollorte im Internet. «Wir wollen nicht möglichst viele Knöllchen schreiben und für vollere Kassen sorgen, sondern auf Gefahrenstellen im Verkehr hinweisen, wo sich schwere Unfälle ereignen können», sagte Polizeisprecher Christian Stahl in Fulda.

Nach Ansicht der Polizei wirkt die Blitz-Aktion. Vergleichsmessungen vorher und nachher an den Kontrollorten zeigten, dass die Autofahrer einige Zeit vom Gas gingen und die Beanstandungsquote geringer sei, sagte Guido Rehr von der Polizei in Dillenburg.

Der ADAC begrüßt zwar, wenn Verkehrsteilnehmer mit dem «Speedmarathon» sensibilisiert werden, zweifelt jedoch an der Nachhaltigkeit: «Da solche öffentlichkeitswirksamen Kontrollen nur einmal jährlich stattfinden, droht der Effekt schnell zu verpuffen», sagte Oliver Reidegeld vom ADAC Hessen-Thüringen in Frankfurt.

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