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Hessen setzt im Kampf gegen Cyberattacken auf eigenes Zentrum

Angriffe aus dem Internet bedrohen Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Um dieses Risiko gering zu halten, geht Hessen einen eigenen Weg.
Auf einem Laptopbildschirm wird das Wort „Virus” angezeigt. Foto: Monika Skolimowska/Archiv Auf einem Laptopbildschirm wird das Wort „Virus” angezeigt. Foto: Monika Skolimowska/Archiv
Frankfurt/Main. 

Im Kampf gegen Internetkriminalität und Cyberangriffe baut Hessen ein eigenes Kompetenzzentrum auf. Die Einrichtung werde „ein sicherheitspolitischer Quantensprung” und Hessen damit bundesweit führend, kündigte Innenminister Peter Beuth (CDU) am Dienstag in Frankfurt beim zweiten hessischen Cybersicherheits-Gipfel an.

In dem „Hessen 3C” genannten Zentrum sollen bis 2020 rund 100 Spezialisten fachübergreifend eng zusammenarbeiten. Etwa die Hälfte von ihnen stammt aus Behörden wie Polizei, Landeskriminalamt und Verfassungsschutz; die anderen Stellen seien zusätzlich. Für die IT-Technik des im Innenministerium angesiedelten Zentrums seien rund 20 Millionen Euro vorgesehen.

So sollen Cyberangriffe schneller erkannt und abgewehrt werden können. Geplant ist auch eine „mobile Cyberfeuerwehr”, die noch schneller ausrückt und vor Ort den Schaden beheben hilft, wenn Unternehmen oder Behörden betroffen sind. „Hessen 3C wird auch ein zentraler Ansprechpartner für Bürger, rund um die Uhr”, versprach Beuth.

„Der Kampf gegen Cyberkriminalität darf nicht nur dem Bund überlassen werden, sondern muss auch in den Ländern geführt werden”, sagte Beuth. Hessen sei auch für Hacker attraktiv. Die hessischen IT-Systeme müssten zu den sichersten überhaupt gehören.

Wichtig sei zudem die Entwicklung von Produktsicherheitsstandards und Gütesiegeln für mehr Sicherheit. Auch Produkthaftung müsse eingeführt werden, um im rasanten digitalen Wandel für mehr Sicherheit zu sorgen.

„Wenn Kriminelle und Terroristen ihre Kommunikationswege zunehmend digital verschlüsseln, brauchen unsere Sicherheitsbehörden Spezialkenntnisse im Bereich Kryptographie (Verschlüsselung) und darüber hinaus die geeigneten Instrumente, solche Daten zu decodieren.” Dies werde ein anderer Schwerpunkt des Kompetenzzentrums sein.

(dpa)
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