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Hessens SPD-Chef macht Druck auf Autoindustrie

Thorsten Schäfer-Gümbel und seine Frau Annette beim offiziellen Wahlkampfauftakt der Hessen-SPD im September. Foto: Silas Stein/Archiv Thorsten Schäfer-Gümbel und seine Frau Annette beim offiziellen Wahlkampfauftakt der Hessen-SPD im September.
Frankfurt/Main. 

Hessens SPD-Vorsitzender Thorsten Schäfer-Gümbel hat mehr Konsequenzen für Autohersteller gefordert, die die Kostenübernahme für Diesel-Nachrüstungen verweigern. „Die Konzerne müssen sich ihrer Verantwortung stellen”, sagte der SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl am Montag in einem Interview der „Frankfurter Rundschau” bei Twitter. „Wer das nicht tut, den möchte ich nicht mehr bei Dienstwagen des Landes berücksichtigen. Außerdem brauchen wir ein neues Wirtschaftsrecht, das Konzerne finanziell zur Verantwortung zieht.” Die Hessen wählen am 28. Oktober einen neuen Landtag.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hatte die Autohersteller in einem Interview ebenfalls kritisiert. Nach einer Einigung der großen Koalition im Bund sollen Besitzer älterer Diesel in Regionen mit besonders schmutziger Luft neue Angebote zum Kauf sauberer Wagen und für Motor-Nachrüstungen bekommen, um Dieselfahrverbote abzuwenden. Das gilt für bundesweit 14 Städte, darunter Darmstadt und Limburg. Manche Autohersteller lehnen Nachrüstungen ab. Nach einem Urteil des Wiesbadener Verwaltungsgerichts droht Frankfurt im kommenden Jahr ein großflächiges Fahrverbot für ältere Autos.

(dpa)
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