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Verein Haus und Grund: Hoher Beratungsbedarf bei Eigentümern: Den richtigen Mieter finden

Der Eigentümerverein Haus und Grund Frankfurt ist mit über 10 000 Mitgliedern der größte hessische Ortsverein. Hausbesitzer, aber auch zunehmend mehr Wohnungseigentümer finden hier Rechtsberatung zu Streitfragen mit Mietern, mit der Hausgemeinschaft, beim Bau, bei Sanierungen und Umbauten.
Mietpreisbremse Foto: Arne Dedert (dpa) Der Durchschnitt der Mitglieder bei Haus und Grund hält zwischen drei und fünf Wohnungen, einige wenige sogar bis zu 80 Wohnungen.

Wer vom Mieter zum Eigentümer wird, hat viele Fragen. Da gibt es vielleicht Stress mit der Hausverwaltung über die Instandhaltungsrücklagen, wer vermietet, will den richtigen Mieter finden, muss sich um Reparaturen kümmern und die Abrechnung über die Betriebskosten erstellen. Oft gibt es Ärger in der Eigentümergemeinschaft. „Wir haben einen Trend zu mehr Eigentümern, die eine Eigentumswohnung vermieten oder selbst nutzen“, sagt Nikolaus Jung, Geschäftsführer der Eigentümerschutzgemeinschaft Haus und Grund Frankfurt. „Da gibt es einen stärkeren Beratungsbedarf, zum Beispiel wie gestalte ich den Mietvertrag, welche Rechte habe ich als Eigentümer in der Eigentümergemeinschaft und wie gehe ich mit der Hausverwaltung um.“

Tendenz steigend

Der Verband Haus und Grund Frankfurt ist mit über 10 000 Mitgliedern der größte hessische Ortsverein, schon jetzt sind 25 Prozent der Mitglieder Wohnungseigentümer. Tendenz steigend. Laut Jung ist jedes dritte neue Mitglied heute Besitzer einer Eigentumswohnung. Der Durchschnitt der Mitglieder hält zwischen drei und fünf Wohnungen, es gibt wenige Mitglieder mit bis zu 80 Wohnungen, auch Projektentwickler und Bauträger sind Mitglied, diese errichten Mietwohnungsbau.

In dritter Generation

Zehn bis zwölf Wohnungen hat, wer Mehrfamilienhäuser besitzt, oft in der zweiten oder dritten Generation. „Den klassischen Handwerksmeister mit ein bis zwei Mehrfamilienhäusern, die er für die Altersvorsorge hält, gibt es immer noch, aber das nimmt ab“, sagt Jürgen Conzelmann, Rechtsanwalt und Vorsitzender des Vereins.

Conzelmann findet, dass angesichts der Wohnungsknappheit in Frankfurt mehr getan werden muss in Sachen Wohnungsbau. „Die Stadt Frankfurt, aber auch die Umlandgemeinden, weisen zu wenig Bauland aus. Im Kontext mit dem Umland gäbe es genügend Flächen, wir müssen zum Beispiel mit Oberursel, Bad Vilbel oder Bad Homburg reden, wie können wir hier partnerschaftliche Lösungen auf Augenhöhe finden?“, fragt Conzelmann. „Unser Verband möchte hier Partner sein, weil durch den starken Zuzug von Menschen in die Städte viele Probleme entstehen können.“

Den Wohnungsmangel wollen die Eigentumschützer auch mit einer stärkeren Verdichtung bekämpfen, zum Beispiel durch die Aufstockung von Dachgeschossen. Die klappe oft nicht, weil zum Beispiel Eigentümer aufgrund der Stellplatzsatzung Ablösesummen von 10 000 bis 20 000 Euro für oft nicht vorhandene Stellplätze an die Stadt zahlen müssten; das sind Kosten, die sie später nicht auf die Miete umlegen dürfen. Einschneidende Brandschutzanforderungen und energetische Auflagen kommen hinzu. „Das ist ein echtes Investitionshindernis“, sagt Conzelmann.

Die hohen Mietpreise in Frankfurt seien auch den stark gestiegenen Baukosten geschuldet. Gleichzeitig versucht Conzelmann auch zu beruhigen: In der Regel sei der Mietwohnraum nicht überteuert. Jürgen Conzelmann ist seit 2007 Vorsitzender des Vereins – im Ehrenamt. Er wirkt auch in der Mietspiegelkommission der Stadt Frankfurt mit, also dem Gremium, das den Mietspiegel festlegt. Er handelt dort für die Vermieterseite den Mietspiegel aus. Von dem Gesetz der Bundesregierung über eine Mietpreisbremse halten er und seine Kollegen gar nichts. Im Gegenteil, sie finden, dass diese zur Erhöhung der Mieten noch kräftig beigetragen habe.

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