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Innenministerium will „Gelbe Karten” für Randalierer im ganzen Land

Theresia Höynck, Vorsitzende der DVJJ. Foto: Holger Hollemann/Archiv Theresia Höynck, Vorsitzende der DVJJ. Foto: Holger Hollemann/Archiv
Frankfurt/Wiesbaden. 

Kein Führerschein für junge Randalierer: Fünf Jahre nach Beginn des Projekts „Gelbe Karte” hat das hessische Innenministerium eine positive Zwischenbilanz gezogen. Ziel sei, auffällig gewordene Jugendliche oder junge Erwachsene davon abzuhalten, weitere Straftaten zu begehen. In den vergangenen Jahren habe sich ein positiver Trend abgezeichnet, es habe nur wenige Rückfälle gegeben, teilte ein Sprecher des Ministeriums mit.

Die „Gelbe Karte” ist eine auf gelbes Papier gedruckte Verwarnung der Führerscheinstelle, die mitteilt, dass dem Empfänger im Wiederholungsfall Probleme mit dem Führerschein drohen. Anlass können Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten sein wie Körperverletzung, Fahren ohne Führerschein oder unter Alkoholeinfluss, sowie Drogendelikte.

Die ersten „Gelben Karten” versandte 2010 die Stadt Wiesbaden, inzwischen sind zehn weitere Kommunen dabei. 2019 sollen die Ergebnisse bewertet und gegebenenfalls die Ausweitung auf ganz Hessen beschlossen werden, sagte der Ministeriumssprecher.

Massive Kritik kommt von Theresia Höynck, Vorsitzende der Deutschen Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen (DVJJ): „Straßenverkehrsrecht ist dazu da, Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten, nicht allgemein auf das Verhalten von jungen Menschen einzuwirken”, sagte die Kasseler Professorin.

(dpa)
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