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Islam-Forscherin: Ditib muss jetzt Satzung ändern

Ein Islambuch für den islamischen Religionsunterricht. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv Ein Islambuch für den islamischen Religionsunterricht.
Frankfurt. 

Die Frankfurter Islam-Forscherin Susanne Schröter hat die Forderungen der Landesregierung gegenüber dem Moscheeverband Ditib begrüßt. „Ein fröhliches Weiter-so oder gar Aussitzen ist jetzt nicht mehr möglich”, sagte die Expertin am Dienstag. „Der Landesverband muss jetzt klar seine Unabhängigkeit sowohl von Köln als auch von Ankara deutlich machen.” Der hessische Verband sei der einzige mit einem Landeskoordinator, der als eine Art Kontrolleur des Bundesverbands mit Sitz in Köln fungiere. Sich von ihm zu lösen, sei ein erster wichtiger Schritt.

Ein weiterer Schritt sei die Änderung der Satzung. „Dort ist festgeschrieben, dass die Religionsbehörde Diyanet Mitspracherecht bei Entscheidungen hat”, erklärte Schröter. „Es passiert nichts, was Ankara nicht absegnet.”

Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hat den Ditib-Landesverband aufgefordert, bis Ende nächsten Jahres seine Unabhängigkeit vom türkischen Staat zu beweisen. Dazu muss der Aufbau eines Mitgliederregisters und die Herausbildung hinreichender professioneller Verwaltungsstrukturen vorgewiesen werden. Falls das nicht gelingen sollte, endet die Kooperation. In Hessen gibt es seit dem Schuljahr 2013/2014 islamischen Religionsunterricht.

(dpa)
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