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Justizministerin gibt Amt im documenta-Aufsichtsrat auf

Eva Kühne-Hörmann (CDU). Foto: Arne Dedert/Archiv Eva Kühne-Hörmann (CDU).
Wiesbaden. 

Die hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann hat ihr Amt im Aufsichtsrat der Weltkunstausstellung documenta niedergelegt. Dies erfuhr die dpa in Wiesbaden am Dienstag. Die CDU-Politikerin erklärte in einem Schreiben an den Vorsitzenden im documenta-Aufsichtsrat, sie wolle jeden Anschein vermeiden, die Doppelfunktion „könnte in irgendeiner Form die Aufarbeitung der Verantwortlichkeiten für das Finanzgebaren um die documenta 14 beeinträchtigen”.

Die gemeinnützige documenta und Museum Fridericianum GmbH hatte bei ihrer Ausstellung im Jahr 2017 an den beiden Standorten Kassel und Athen ein Millionendefizit verzeichnet. Zuletzt wurde das Minus mit 5,4 Millionen Euro angegeben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt im Zusammenhang mit dem Finanzdefizit wegen des Verdachts der Untreue.

Die documenta ist die bedeutendste Schau zeitgenössischer Kunst. Die nächste Ausstellung soll vom 18. Juni bis zum 25. September 2022 in Kassel stattfinden.

(dpa)
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