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Justizministerin will illegale Autorennen härter bestrafen

Eva Kühne-Hörmann. Foto: Andreas Arnold/Archiv Eva Kühne-Hörmann. Foto: Andreas Arnold/Archiv
Wiesbaden. 

Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) fordert härtere Strafen für illegale Autorennen. Von diesen Rennen gehe ein enormes Risiko aus, da es immer wieder Verletzte oder Tote gebe, erklärte die Ministerin am Montag in Wiesbaden. Bei vielen Teilnehmern dieser Rennen sei Leichtsinn im Spiel, es gehe aber auch um Geld und Wetten.

Bislang werden nach Angaben der CDU-Politikerin diese illegalen Autorennen lediglich als Ordnungswidrigkeit geahndet, bei denen den Fahrern ein Bußgeld von bis zu 400 Euro und ein Monat Führerscheinentzug drohen. Ein Gesetzentwurf des Bundesrates sehe jedoch vor, die Teilnahme und Organisation solcher Rennen in das Kernstrafrecht aufzunehmen. Das bedeute, dass eine Mindeststrafe von einem Jahr Freiheitsstrafe droht, wenn ein Mensch zu Tode kommt.

Der Bundestag habe diesen Gesetzentwurf der Länderkammer aber bislang nicht aufgegriffen, erklärte Kühne-Hörmann. Ein entsprechender Antrag zu diesem Thema soll nach ihrem Willen deswegen auf die Tagesordnung der Justizministerkonferenz gesetzt werden, die an diesem Mittwoch (21.6.) beginnt. In Mönchengladbach (Nordrhein-Westfalen) war vor wenigen Tagen ein 38 Jahre alter Fußgänger bei einem illegalen Autorennen tödlich verletzt worden.

(dpa)
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