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Prozess in Frankfurt: Kein Ende des Verfahrens gegen Kengeter in Sicht

Foto: Arne Dedert (dpa)
Frankfurt. 

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt dämpft erneut die Hoffnung der Deutschen Börse auf ein absehbares Ende des Ermittlungsverfahrens gegen Konzernchef Carsten Kengeter wegen möglichen Insiderhandels. „Dazu, wann und wie das Verfahren hinsichtlich des Beschuldigten Kengeter abgeschlossen werden wird, können zum derzeitigen Zeitpunkt keine Auskünfte erteilt werden”, teilte eine Sprecherin der Behörde am Donnerstag auf Nachfrage mit.

Die Deutsche Börse hatte am Mittwochabend ihre Bereitschaft erklärt, zwei Geldbußen in einer Gesamthöhe von 10,5 Millionen Euro zu zahlen. Dabei geht es um die Rolle des Unternehmens im Zusammenhang mit den Insidervorwürfen und den Vorwurf, die Börse habe die Finanzmärkte zu spät über ihre - inzwischen gescheiterten - Fusionsgespräche mit der Londoner Börse LSE informiert.

Der Konzern gehe davon aus, dass das Ermittlungsverfahren gegen Kengeter „gegen Auflagen eingestellt werden wird”, bekräftigte die Börse. Die Staatsanwaltschaft hatte allerdings bereits Mitte Juli betont, es gehe bei den Geldbußen zunächst allein um die Deutsche Börse AG als juristische Person.

Gegen Kengeter wird wegen eines Aktiengeschäfts aus dem Dezember 2015 ermittelt - gut zwei Monate bevor der geplante Zusammenschluss mit der LSE öffentlich gemacht worden war.

(dpa)
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