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Deutsche Börse: Kengeter weicht Fragen nach möglichem Rücktritt aus

Carsten Kengeter, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Börse Group. Foto: Boris Roessler/Archiv Carsten Kengeter, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Börse Group. Foto: Boris Roessler/Archiv
Frankfurt/Main. 

Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter lässt sich in der Frage eines möglichen Rücktritts wegen der gegen ihn laufenden Ermittlungen nicht unter Druck setzen. „Das sind rein spekulative Fragen, die ich nicht aufnehmen kann, da werde ich nicht drauf eingehen”, sagte Kengeter am Donnerstag in Frankfurt auf die Frage, wann für ihn der Zeitpunkt für einen Rücktritt gekommen wäre.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt gegen Kengeter wegen des Verdachts auf Insiderhandel. Es geht um ein millionenschweres Aktiengeschäft Kengeters im Dezember 2015 - gut zwei Monate bevor die Deutsche Börse öffentlich machte, dass sie Fusionsgespräche mit der Londoner Börse LSE führt. Die Aktienkurse beider Unternehmen stiegen in der Folge deutlich. Der Aufsichtsrat nannte die Vorwürfe haltlos, Kengeter zeigte sich überzeugt, dass sie sich als unbegründet erweisen werden.

Der Manager ließ auch unbeantwortet, ob er auf den Chefsessel der geplanten europäischen Superbörse verzichten und einem Londoner den Vortritt lassen würde, wenn der Sitz der Holding im Gegenzug nach Frankfurt kommen würde. Die deutschen Aufseher sind besorgt, dass die fusionierte Börse aus London heraus gesteuert werden soll. Das würde ihnen den Zugriff aufs Management erschweren.

(dpa)
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