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Bischofskonferenz im Herbst: Kirchen-Kritiker fordern Lösungen in Glaubenskrise

Die kritische Initiative "Wir sind Kirche" hat die katholischen Bischöfe vor ihrer Herbstvollversammlung aufgefordert, dem Bedeutungsverlust der Kirche entschiedener entgegenzuwirken.
Christian Weisner vom Bundesteam der Kirchen-Reformgruppe "Wir sind Kirche". Foto: Armin Weigel/Archiv Christian Weisner vom Bundesteam der Kirchen-Reformgruppe "Wir sind Kirche". Foto: Armin Weigel/Archiv
Fulda. 

Die kritische Initiative „Wir sind Kirche” hat die katholischen Bischöfe vor ihrer Herbstvollversammlung aufgefordert, dem Bedeutungsverlust der Kirche entschiedener entgegenzuwirken. „Die Glaubenskrise schreitet immer weiter voran”, sagte Sprecher Christian Weisner der Deutschen Presse-Agentur in Fulda. „Viele Menschen sagen zu recht: So kann es nicht weitergehen.” Die Bischöfe, die von Montag bis Donnerstag in der hessischen Stadt tagen, seien zum Handeln aufgefordert.

Abzulesen sei die tiefgreifende Krise unter anderem am anhaltenden Mitgliederschwund. Im vergangenen Jahr registrierte die katholische Kirche 181 925 Austritte (2014: 217 716). Der Priestermangel ist so akut wie nie zuvor. Die Bischofskonferenz zählte im Vorjahr nur 58 Priesterweihen - Negativ-Rekord. „Über den Pflicht-Zölibat wird deswegen so heftig diskutiert wie lange nicht mehr”, sagte Weisner.

Das Zentralkomitee der Katholiken (ZdK) macht sich angesichts des Priestermangels für eine Lockerung der strikten Vorschriften stark. Der dramatische Rückgang der Priesterweihen erfordere in letzter Konsequenz eine Lockerung des Zölibats, hatte ZdK-Präsident Thomas Sternberg Ende August in der „Augsburger Allgemeinen” erklärt. Neben der Option, die Ehelosigkeit als Bedingung für das Priesteramt abzuschaffen, sprach er sich für die Einführung des Diakonats der Frau aus.

(dpa)
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