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Skandalbischof in Limburg: Kirchenrechtler: Tebartz-van Elst muss für Luxusbau zahlen

Der renommierte Kirchenrechtler Prof. Thomas Schüller geht davon aus, dass der Skandal um den Luxusbau für Tebartz-van Elst noch lange nicht vorbei ist.
Für Bischof Tebartz-van Elst könnte sein Luxus-Bau noch weitere Konsequenzen haben. Foto: dpa Für Bischof Tebartz-van Elst könnte sein Luxus-Bau noch weitere Konsequenzen haben. Foto: dpa
Der Kirchenrechtler Prof. Thomas Schüller rechnet fest damit, dass der emeritierte Bischof Tebartz-van Elst einen Teil seines Ruhestandsgehaltes für Wiedergutmachung verwenden muss. Das sagte der Direktor des Instituts für Kanonisches Recht der Universität Münster dem Südwest Rundfunk (SWR) in der vorab aufgezeichneten Sendung "Zur Sache Rheinland-Pfalz", die am Donnerstag, dem 5 Juni ausgestrahlt wird.

Schüller glaubt laut einer Pressemitteilung (SWR), die der Sender vor Ausstrahlung verschickte, dass die Klage in Vorbereitung sei und die römischen Gerichte diese Klage auch erwarten würden: „Ein Bischof kann um Schadenersatz nur beim höchsten römischen Gericht, der Sacra Rota, angeklagt werden.“ Der Kirchenexperte begründet dies damit, „dass der Bischof jetzt so eine großzügige Geste erfahren hat, dass er das volle Pensionsgeld bekommen hat, nämlich 71 Prozent seines letzten Gehaltes". Dadurch zeige der Vatikan, dass man Tebartz-van Elst auch wirtschaftlich überhaupt in die Lage versetzen will, einen höheren Betrag lebenslang abzubezahlen. Der Bischof bekommt ein Ruhegehalt von rund 6.700 Euro monatlich.

Ob die Staatsanwaltschaft Limburg ein Ermittlungsverfahren gegen Tebartz-van Elst wegen des Verdachts der Untreue einleiten wird, ist derzeit noch unklar. „Wir prüfen das derzeit noch“, sagte der leitende Oberstaatsanwalt Hans Joachim Herrchen auf Nachfrage des SWR.
 
Laut Schüller könne es noch zwei Jahre dauern, bis das Bischofsamt in Limburg neu besetzt würde: "Es gibt zu viele Verletzungen im Bistum, die zunächst geklärt werden müssten."

Das ausführliche Interview läuft im Politikmagazin „zur Sache Rheinland-Pfalz!“, heute, Donnerstag, 5. Juni 2014, um 20.15 Uhr im SWR Fernsehen.
 

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