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Landgericht Frankfurt: Kirchlicher Jugendbetreuer räumt Sex mit 13-Jähriger ein

Nach einem Vorfall vertaute sich ein Mädchen ihren Eltern an, die Anzeige gegen den Täter erstatteten. Vor Gericht räumte der 37-Jährige den mehrfachen Geschlechtsverkehr ein.
Das Gebäude vom Landgericht und Amtsgericht in Frankfurt am Main. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv Das Gebäude vom Landgericht und Amtsgericht in Frankfurt am Main.
Frankfurt. 

Wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes hat sich seit Montag ein 37 Jahre alter kirchlicher Jugendbetreuer vor dem Landgericht Frankfurt zu verantworten. Die Anklage legt ihm zur Last, im März und April 2015 eine damals 13 Jahre alte Konfirmandin drei Mal vergewaltigt zu haben. Der Jugendbetreuer organisierte insbesondere Konfirmandenparties in einer Kirche in der Frankfurter Innenstadt. Die sexuellen Übergriffe ereigneten sich laut Anklage jedoch in der Wohnung des Mannes.

Nach dem letzten Vorfall offenbarte sich das Mädchen seinen Eltern, die Anzeige gegen den Betreuer erstatteten. Vor Gericht räumte der 37-Jährige den mehrfachen Geschlechtsverkehr ein. Während er jedoch andeutete, verführt worden zu sein, sagte das Mädchen in ihrer nicht öffentlichen Zeugenvernehmung vor der Jugendschutzkammer das Gegenteil: Der Angeklagte habe sie verführt und dabei ihr junges Alter und ihre Unerfahrenheit ausgenutzt.

Auf eine Entschuldigung verzichtete der Angeklagte auf Anraten seines Verteidigers. Er halte sie in der konkreten Situation für nicht angebracht. Auch ein „Täter-Opfer-Ausgleich” war vor Prozessbeginn offenbar fehlgeschlagen. Die Richter wollen nun den umfangreichen Chat-Verkehr zwischen dem Angeklagten und dem Opfer in das Verfahren einführen. Mit dem Abschluss des Prozesses wird noch in dieser Woche gerechnet.

(dpa)
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