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Klare Regeln im Umgang mit Sexualität

«Doktor-Spiele» im Kindergarten: Was dürfen die Kleinen, was geht zu weit? Die Pädagogik-Professorin Sylvia Kägi rät zu klaren Konzepten. Doch nur ein Teil der Einrichtungen habe eines.
Experten: Regeln im Umgang mit Sexualität werden benötigt. Foto: Uli Deck/Archiv Experten: Regeln im Umgang mit Sexualität werden benötigt. Foto: Uli Deck/Archiv
Darmstadt/Kiel.  Vielen Kindertagesstätten fehlen aus Expertensicht klare Regeln im Umgang mit Sexualität. Vermutlich habe mehr als die Hälfte der Einrichtungen noch kein festes Konzept, sagte die Professorin für Pädagogik an der Fachhochschule Kiel, Sylvia Kägi, der Nachrichtenagentur dpa. «Das wird aber gebraucht, um Kinder beim Entdecken ihrer Körperlichkeit vor Übergriffen zu schützen.» Es gebe noch erheblichen Nachholbedarf. «Die Unsicherheit ist groß», sagte sie. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) beschäftigt sich am (heutigen) Donnerstag bei einer Tagung in Darmstadt mit diesem Thema.

Es gebe nicht nur Übergriffe von Erwachsenen auf Kinder, sondern auch von Kindern auf Kinder. «Ein Sechsjähriger darf sich nicht mit einer Zweijährigen für "Onkel-Doktor-Spiele" in die Kuschel-Ecke zurückziehen», sagte Kägi. Den Kleinen sollte auch verboten werden, sich Gegenstände in die Genitalien einzuführen. Die Regeln sollten nicht nur Eltern und Erziehern, sondern auch den Kindern klar sein. «Sie brauchen eine Orientierung bei der Frage: Was gibt es für Grenzen, meinen Körper zu entdecken?», meinte Kägi. «Wenn man Kindern ganz klare Richtlinien gibt, halten sie sich auch daran.»

Auch Migranten sollten bei dem Thema mit einbezogen werden, betonte die Expertin. «Im interkulturellen Bereich ist es nicht so schwierig wie vermutet», sagte sie. «Man muss sich trauen, es anzusprechen.»
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