Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

Uneso-Weltkulturerbe: Kloster Lorsch will doppelt so viele Menschen anlocken

Vor drei Jahren wurde das Unesco-Weltkulturerbe Kloster Lorsch erweitert. Seit er Erweiterung steigt die Besucherzahl. Mit moderner Technik sollen noch mehr Menschen ins Kloster gelockt werden.
Die Torhalle, auch Königshalle genannt, des Klosters Lorsch. Foto: Christoph Schmidt/Archiv Die Torhalle, auch Königshalle genannt, des Klosters Lorsch.
Lorsch. 

In etwa zwölf Jahren könne die Marke von 100 000 Besuchern geknackt werden, sagte der Leiter der Welterbestätte, Hermann Schefers. Für dieses Jahr dürften rund 52 000 Besuche erreicht werden können, etwas mehr als 2016. Um mehr Menschen anzulocken, soll die Zahl der Angebote wie Führungen und Workshops gesteigert werden.

Führungen seien unverzichtbar. „Ein audio-guide beantwortet Ihnen keine Fragen”, sagte Schefers. „Wir wollen etwa mehr Familien ansprechen sowie Menschen zwischen 30 und 55 Jahren.” Auch historische Alltagsthemen wie Heizen, Kochen oder Textilherstellung sollen anschaulich vermittelt werden. „Es gibt zunehmend ein Bedürfnis der Menschen, zu erfahren, wie man früher was gemacht hat”, sagte Schefers. „Wir wollen uns auch von anderen Museen unterscheiden.” Die Zahl der Mitarbeiter müsse dafür erhöht werden.

Zum 1250-jährigen Jubiläum der Gründung war das Kloster 2014 nach einer Erweiterung wiedereröffnet worden. Ein neuer Rundweg und Grundrisse einstiger Gebäude vermitteln einen Eindruck von der Bedeutung und Größe des religiösen Zentrums im Mittelalter.

Das Kloster Lorsch in Südhessen besteht nur noch aus einigen wenigen Gebäuden, darunter die berühmt gewordene Königshalle. Sie gehört zu den bedeutendsten Relikten vorromanischer Baukunst in Deutschland. Zur Weihe war 774 Karl der Große gekommen. Die Reformation bedeutete das Ende des Klosters. Seit 1991 steht es auf der Welterbeliste der Unesco.

(dpa)

Zur Startseite Mehr aus Rhein-Main & Hessen

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse