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Kohlefaserspezialist SGL verkauft Geschäftsteile

Das Logo der SGL Group. Foto: Tobias Hase/Archiv Das Logo der SGL Group.
Wiesbaden. 

Der angeschlagene Kohlefaserspezialist SGL Carbon schreitet bei seiner Umstrukturierung voran. Die Konzerntochter SGL Carbon Holdings BV verkaufe das Geschäfts mit Kathoden, Hochofenauskleidungen und Kohlenstoffelektroden an den Finanzinvestor Triton, erklärte das Wiesbadener Unternehmen am Dienstagabend per Börsenpflichtmitteilung. Beide Parteien hätten sich auf einen Unternehmenswert von 250 Millionen Euro geeinigt. Nach Abzug etwa von Rückstellungen für Pensionslasten erwarte SGL Carbon einen Mittelzufluss von 230 Millionen Euro, hieß es weiter.

Der endgültige Verkaufspreis für den im SDAX notierten Konzern ergebe sich nach Abschluss der Transaktion, die für das vierte Quartal angepeilt sei. Nötig ist dafür die Zustimmung der Kartellbehörden. Mit dem Verkauf gehen 30 Mitarbeiter in Deutschland und 600 Beschäftigte in polnischen SGL-Fabriken an Triton über. Mit dem Verkauf erwartet SGL im laufenden Geschäftsjahr einen Buchgewinn von 130 Millionen Euro, der zur Schuldentilgung verwendet werden soll.

SGL Carbon steckt schon länger in der Krise und hatte den Verkauf der Geschäftsteile angekündigt. Der Konzern hatte sich bereits im vergangenen Oktober mit dem japanischen Chemiekonzern Showa Denko auf einen Verkauf des verlustreichen Graphitelektrodengeschäft geeinigt. Wegen Überkapazitäten sind die Preise in diesem Bereich unter Druck. Im ersten Quartal konnte SGL Carbon die Verluste eindämmen. Zahlen für das erste Halbjahr legt der Konzern an diesem Donnerstag vor.

(dpa)
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