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Jugendliche in Karbener Schule von Polizei abgeholt: Kritik an Abschiebung: „Schule sollte geschützter Raum sein”

So etwas hat es noch nicht gegeben: Am Dienstagmorgen holt die Polizei eine Schülerin (16) direkt aus der Karbener Kurt-Schumacher-Schule zur Abschiebung ab. Schüler und Lehrer sind geschockt, eine aufgewühlte Stimmung bleibt zurück. So etwas hat es noch nicht gegeben: Am Dienstagmorgen holt die Polizei eine Schülerin (16) direkt aus der Karbener Kurt-Schumacher-Schule zur Abschiebung ab. Schüler und Lehrer sind geschockt, eine aufgewühlte Stimmung bleibt zurück.
Karben/Frankfurt. 

Die Abschiebung einer 16-Jährigen direkt aus ihrer Schule stößt in Hessen weiter auf Kritik. „Einen ähnlichen Fall hatten wir schon lange nicht mehr”, sagte der Geschäftsführer des Flüchtlingsrates, Timmo Scherenberg, am Donnerstag in Frankfurt. Ein solches Vorgehen sei vielleicht zehn Jahre her. „Die Schule sollte ein ganz geschützter Ort sein.” Die Jugendliche war am Dienstag im mittelhessischen Karben aus der Klasse ihrer Schule geholt und zusammen mit der Mutter nach Serbien abgeschoben worden. Serbien gilt als sicherer Herkunftsstaat.

Ähnlich wie der Flüchtlingsrat äußerte sich die Gewerkschaft GEW: „Wir verurteilen dieses Vorgehen scharf.” Der DGB Südosthessen zeigte sich „schockiert über die gegenwärtige Abschiebepraxis”.

So etwas hat es noch nicht gegeben: Am Dienstagmorgen holt die Polizei eine Schülerin (16) direkt aus der Karbener Kurt-Schumacher-Schule zur Abschiebung ab. Schüler und Lehrer sind geschockt, eine aufgewühlte Stimmung bleibt zurück.
Kurt-Schumacher-Schule in Karben Polizei holt 16-Jährige aus Schule - um sie abzuschieben

So etwas hat keiner der vor Ort Beteiligten bisher je erlebt: Die Polizei holt am Dienstagmorgen eine Schülerin (16) direkt aus der Kurt-Schumacher-Schule (KSS) in Karben ab – und zwar zur Abschiebung nach Serbien. Ihre Familie hatte sich lange dagegen gewehrt. Der Zugriff direkt im Klassenraum lässt eine ganze Schule unter Schock zurück.

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Die Polizei war nach Angaben des für solche Fälle landesweit zuständigen Regierungspräsidiums Darmstadt zur Schulleitung gegangen und habe um Mithilfe gebeten. Die Schulsekretärin habe die 16-Jährige dann geholt. Der Vorfall sei „vom Umstand her unglücklich gelaufen”, jedoch seien die Flüge schon gebucht gewesen, sagte ein Sprecher. Die Abschiebepraxis sollte am Donnerstagabend auch Thema im Landtag sein.

(dpa)
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