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Staus und Sperrungen: Kurzes, heftiges Unwetter legt Frankfurt lahm

Blitz, Donner und starker Wind waren angekündigt worden, und so kam es auch. Das Unwetter sorgt für Stillstand am Nachmittag am Frankfurter Flughafen und Hauptbahnhof. Auf den Straßen kommt es zu langen Staus. In Frankfurt wurde ein Dach abgedeckt.
09.08.2018, Hessen, Frankfurt/Main: Überfüllt ist der Hauptbahnhof, nachdem der Zugverkehr in und um Frankfurt wegen eines Unwetters vorübergehend nahezu komplett eingestelt wurde. Foto: Boris Roessler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Foto: Boris Roessler (dpa) 09.08.2018, Hessen, Frankfurt/Main: Überfüllt ist der Hauptbahnhof, nachdem der Zugverkehr in und um Frankfurt wegen eines Unwetters vorübergehend nahezu komplett eingestelt wurde. Foto: Boris Roessler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Offenbach. 

Kurz und heftig ist eine Gewitterfront am Donnerstag über Hessen hinweggefegt. Der Frankfurter Flughafen musste vorübergehend seinen Betrieb einstellen, Dutzende Flüge fielen bis zum Donnerstagnachmittag aus, wie Betreiber Fraport mitteilte. Die Deutsche Bahn stellte vorübergehend den Zugverkehr am Frankfurter Hauptbahnhof ein. Auf der A3 ging in Richtung Würzburg vorübergehend nichts mehr. In Mittelhessen berichtete die Polizei von mehreren Verletzten.

Ausfälle am Frankfurter Flughafen

Am Frankfurter Flughafen waren nach Angaben des Betreibers Fraport rund eine halbe Stunde lang keine Starts und Landungen möglich. Die Flugzeuge, die im Anflug auf Frankfurt waren, mussten vorübergehend in der Luft bleiben, bis das Gewitter vorbeigezogen war. «Das machen wir üblicherweise bei Gewitter», sagte der Sprecher. Veranlasst worden sei die sogenannte Nullsteuerung gegen 15.20 Uhr. Auch die Bodenabfertigung wurde zwischenzeitlich eingestellt - es herrsche Blitzschlaggefahr auf dem Vorfeld. Bis zum Nachmittag wurden 109 Flüge annulliert, insgesamt waren für den gesamten Tag rund 1500 Starts und Landungen geplant.

rankfurt am Main: Der abgebrochene dicke Ast einer Platane liegt am Aleenring auf dem Gehweg, nachdem ein kurzes Unwetter mit Sturm und Regen durch die Stadt gefegt war. Bild-Zoom Foto: Frank Rumpenhorst (dpa)
rankfurt am Main: Der abgebrochene dicke Ast einer Platane liegt am Aleenring auf dem Gehweg, nachdem ein kurzes Unwetter mit Sturm und Regen durch die Stadt gefegt war.

Die Lufthansa reservierte vorausschauend 3000 Hotelzimmer, falls Passagiere stranden sollten. Die Fluggesellschaft stellte sich eigenen Angaben zufolge darauf ein, dass rund 6000 Passagiere und rund 40 Flüge von Auswirkungen der Gewitterfront betroffen sein könnten. Der Deutsche Wetterdienst hatte zuvor vor Starkregen, Wind und Hagel gewarnt.

Behinderungen im Frankfurter S-Bahn-Verkehr

Auch im Frankfurter S-Bahn-Verkehr mussten sich Pendler auf Ausfälle und Behinderungen einstellen.

 

 

 

Bäume fallen auf A 3 - Vollsperrung und langer Stau

Wegen mehrerer bei Seligenstadt umgestürzter Bäume musste am Nachmittag die A3 in Richtung Würzburg gesperrt werden, wie die Polizei berichtete. Der Verkehr staute sich demnach auf mehr als 20 Kilometern zurück bis zum Frankfurter Kreuz.

Einsatzkräfte der Feuerwehr beseitigen am 09.08.2018 im Gluckensteinweg in Bad Homburg (Hochtaunuskreis, Hessen) einen Baum, der auf einem Friedhof umgekippt und auf die Straße gefallen war. Bild-Zoom Foto: Sven-Sebastian Sajak
Einsatzkräfte der Feuerwehr beseitigen am 09.08.2018 im Gluckensteinweg in Bad Homburg (Hochtaunuskreis, Hessen) einen Baum, der auf einem Friedhof umgekippt und auf die Straße gefallen war.

Mehrere Fahrzeuge wurden beschädigt und mussten abgeschleppt werden. Angaben über Verletzte gab es zunächst nicht. Auch an der A 66 blockierte ein Baum eine Ausfahrt, wie die Polizei in Offenbach berichtete.

Dach in Frankfurt abgedeckt

In Frankfurt wurde ein Dach teilweise abgedeckt, in Langen gar eine Gartenhütte auf ein Auto geweht. Der Süden Hessens blieb weitgehend verschont. Es gab knapp über 30 Sturmschäden, vor allem abgeknickte Bäume und Äste. «Aber nichts Dramatisches», sagte ein Polizeisprecher in Darmstadt.

Frankfurt am Main: Abgeknickte Äste liegen in einer Grünanlage im Frankfurter Norden auf einer Parkbank. Bild-Zoom Foto: Arne Dedert (dpa)
Frankfurt am Main: Abgeknickte Äste liegen in einer Grünanlage im Frankfurter Norden auf einer Parkbank.

In vielen weiteren Regionen Hessens stürzten Bäume um und brachen Äste ab. Wie das Polizeipräsidium Westhessen berichtete, waren deshalb auch einige Straßen kurzzeitig gesperrt, konnten aber schnell wieder frei geräumt werden.

Züge am Frankfurter Hauptbahnhof fahren wieder

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Am Frankfurter Hauptbahnhof lief der Verkehr nach der rund einstündigen Sperrung am Nachmittag langsam wieder an. Grund sei gewesen, dass Strecken in der Umgebung möglicherweise durch umgestürzte Bäume blockiert seien, sagte eine Sprecherin der Bahn. Sowohl der Bahn- als der auch Regionalverkehr waren betroffen. Es müsse aber noch längere Zeit mit Verspätungen gerechnet werden, sagte die Sprecherin, nachdem der Betrieb gegen 16.30 Uhr wieder aufgenommen wurde.

Wetter Heftiges Unwetter tobte über Frankfurt: Im Nordend Dach ...

Kurz aber heftig wütete das Unwetter über der Frankfurter Innenstadt. Im Frankfurter Nordend wurde ein Dach abgedeckt.

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Die Fahrgäste am Hauptbahnhof reagierten mit resigniertem Schulterzucken oder schlechter Laune. Auf fast allen Gleisen warteten Züge mit Verspätungen von bis zu 100 Minuten. Astrid Österreicher (35) wollte heimwärts nach Brüssel fahren, doch ihr ICE fiel aus. «Das ist kein Weltuntergang. Ich habe Urlaub, dann übernachte ich im Notfall eben in Frankfurt», sagte sie. Auch im S-Bahn-Verkehr kam es zu Störungen. Im Frankfurter Ostend stürzte zudem ein Baum auf eine Oberleitung, wie die Feuerwehr berichtete.

Gefahr durch Astbrüche

Nach Angaben der Frankfurter Feuerwehr stürzten wegen Sturmböen im Stadtwald Bäume um. Die Stadt warnte, dass die Gefahr von Astbrüchen in Parks und Grünanlagen wegen der Windböen erhöht sei. Der Deutsche Wetterdienst hatte vor Starkregen, Wind und Hagel gewarnt.

 

 

 

Verletzte durch Unwetter in Mittelhessen

Beim Durchzug einer Unwetterfront in Mittelhessen sind am Donnerstagnachmittag mehrere Menschen verletzt worden. Eine 20 Meter lange Jalousie löste sich an einem Café in Bad Vilbel und verletzte drei Menschen, einen davon schwer, wie ein Polizeisprecher in Gießen berichtete.

Weiterstadt-Gräfenhausen. Sturmböen sorgen für einen Sandsturm über Ackerflächen am Ortsrand. Bild-Zoom Foto: Alexander Keutz (dpa)
Weiterstadt-Gräfenhausen. Sturmböen sorgen für einen Sandsturm über Ackerflächen am Ortsrand.

In Marburg stürzte ein Baum auf eine Straße, was aber folgenlos blieb. Zunächst war die Polizei von einem Verletzten ausgegangen. Weitere Details seien noch nicht bekannt, sagte der Sprecher. Insgesamt zählte die mittelhessische Polizei wegen des Unwetters 40 Einsätze binnen einer Stunde.

Auch Probleme bei der Deutschen Bahn

In Hessen kam es zu erheblichen Folgeverspätungen, nachdem der Zugverkehr am Knotenpunkt Frankfurt/Main unterbrochen war. Gesperrt war demnach außerdem die Strecke zwischen Frankfurt und Hanau. Durch die Umleitung entstanden Verspätungen von bis zu 90 Minuten.

Die ICE-Strecke Köln–Frankfurt war vorübergehend lahmgelegt. Züge standen am Flughafen und in Montabaur. Mittlerweile ist die Strecke wieder befahrbar.

Stromausfall rund in Diez

In und um Diez fiel aufgrund des Unwetters der Strom aus.

Kran umgestürzt

Dieser Firmenkran einer Metall verarbeitenden Firma in Nentershausen stürzte auf die Straße und blockierte diese. Bild-Zoom
Dieser Firmenkran einer Metall verarbeitenden Firma in Nentershausen stürzte auf die Straße und blockierte diese.

In Nentershausen ist ein aufgrund des Unwetters ein Firmenkran umgekracht und hat Schäden verursacht.

(red/dpa)

Wetter So verhalte ich mich bei einem Tornado: 5 Fragen an ...

Ein Tornado ist ein in der Regel kurzes, aber mitunter heftiges Wetterphänomen. Andreas Friedrich, Tornadoexperte des Deutschen Wetterdienstes (DWD) erklärt, wie man sich bei einem Tornado richtig verhält.

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Wetter Tornadorisiko in Hessen gestiegen

In der vergangenen Nacht zogen bereits heftige Unwetter über Hessen. Vor allem heute und morgen könnten weitere Unwetter folgen. Deutschlandweit ist auch die Tornadogefahr gestiegen. Ob und wo die Wetterphänomene auftreten, lässt sich nur sehr kurzfristig vorhersagen.

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