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AfD-Schelte: Landtag steht hinter Peter Fischer

Von Eintracht-Chef Peter Fischer schoss in den letzten Wochen immer wieder öffentlichkeitswirksam gegen die rechtspopulistische Partei AfD. Dafür waren die Politiker im hessischen Landtag voll des Lobes.
Mitgliederversammlung von Eintracht Frankfurt Foto: Frank Rumpenhorst (dpa) Das Hessische Parlament lobte die klare Linie des Eintracht-Präsidenten Peter Fischer gegen die rechtspopulistische AfD.
Wiesbaden. 

Nicht nur die Mitglieder von Eintracht Frankfurt, sondern auch die Parteien im Hessischen Landtag stehen hinter dem Präsidenten des Fußballvereins, Peter Fischer. Dessen klare Absage an die AfD stieß bei einer Aktuellen Stunde im Wiesbadener Landesparlament gestern auf fraktionsübergreifende Zustimmung.

„Hörbares Signal gegen Ausgrenzung“, sagte der Grüne Jürgen Frömmrich, ein „Beispiel über den Tag hinaus“, ergänzte SPD-Fraktionschef Thorsten Schäfer-Gümbel, und CDU-Generalsekretär Manfred Pentz spendete Fischer ebenfalls „Lob und Anerkennung“. So viel Übereinstimmung ist selten im Landtag zu hören, doch mit Streit über eine Büttenrede von Innenminister Peter Beuth (CDU) glitt die Debatte am Ende doch wieder ab.

Beantragt hatten die Aktuelle Stunde sowohl die Regierungspartei Grüne als auch die oppositionelle SPD. Beide wollten damit politische Rückendeckung für den Fußballfunktionär geben, der es für unvereinbar erklärt hatte, die AfD zu wählen und gleichzeitig Vereinsmitglied bei Eintracht Frankfurt zu sein. Auf der mit Spannung erwarteten Mitgliederversammlung der Eintracht erntete er dafür am Sonntag große Zustimmung und wurde mit 99 Prozent der Stimmen als Präsident wiedergewählt. Das begrüßten die Redner aller Fraktionen, die AfD selbst gehört dem Hessischen Landtag nicht an.

Freude über „klare Kante“

Die von Fischer gezeigte „klare Kante gegen Rassismus und Diskriminierung“ hob der Grüne Frömmrich gleich zu Beginn hervor. Damit ziehe die Eintracht die richtige Konsequenz daraus, dass nach 1933 jüdische Spieler und Funktionäre fliehen mussten oder ins KZ kamen.

SPD-Chef Schäfer-Gümbel sagte, der Eintracht-Präsident bleibe trotz massiver Bedrohung standhaft. Fischer habe Verantwortung übernommen, die er sie sich auch von vielen anderen wünsche. Hermann Schaus von der Linken lobte, der Vereinspräsident habe sich nicht klein kriegen lassen und gratulierte ihm zu seiner glorreichen Wiederwahl. Auch FDP-Mann Greilich zollte Fischer Respekt für seine klaren Worte. CDU-Mann Pentz betonte die klare Absage seiner Partei an die AfD, deren Wähler dürfe man aber nicht in eine Ecke stellen, sondern man solle versuchen, sie zurückzugewinnen. Der für Sport zuständige Innenminister Peter Beuth (CDU) erwähnte als einziger Redner Fischer nicht, lobte aber die Integrationskraft des Sports und forderte eine klare Distanzierung von Gewalt bei Fußballkrawallen.

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