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Prozess: Mann aus Hessen soll versucht haben, Panzer zu importieren

Ziel soll ein Kunstprojekt gegen Krieg gewesen sein - mit zwei Panzern aus Großbritannien. Ein Mann brachte sie nach Deutschland. Nun steht er vor Gericht.
Foto: imago Foto: imago stock&people Foto: imago
Bensheim. 

Zwei eigentlich als Kunstobjekte vorgesehene Panzer werden zu einem Fall vor Gericht. Die beiden in Großbritannien gekauften Militärfahrzeuge soll ein 49-Jähriger nach Deutschland gebracht haben - noch ohne jede künstlerische Veränderung. Da die Panzer nicht demilitarisiert gewesen seien, hätte der Mann für die Einfuhr eine Genehmigung gebraucht. Nun muss er sich an diesem Mittwoch (29. November) wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vor dem Amtsgericht Bensheim (Kreis Bergstraße) verantworten.

Gekauft haben soll der Mann die Panzer im Jahr 2013, beide Typ Combat Engineer Tractor FV 180. Zunächst sei das Gelände seiner Firma in Lautertal im Odenwald ihr Ziel gewesen. Der 49-Jährige soll die Fahrzeuge zum Preis von insgesamt 30 000 Euro dann weiterverkauft haben. Die Kampffahrzeuge sollen vor allem ihre gegen Handfeuerwaffen und Artilleriesplitter schützende Panzerwanne noch vollständig besessen haben.

Gedacht gewesen seien die Panzer für eine Kunst-Aktion in Berlin gegen Sinnlosigkeit und Grausamkeit von Kriegen. Laut Justizbehörden soll für das Umspritzen und Bemalen der Fahrzeuge der Designer und Modeschöpfer Harald Glööckler verantwortlich gewesen sein. Mit dem Verfahren selbst habe er aber nichts zu tun, gegen ihn gebe es keinen Vorwurf.

Die Panzer befänden sich noch heute in Deutschland - wo, will das Gericht aber nicht mitteilen. «Sie sind aber sicher untergestellt», hieß es lediglich. Laut einem Unternehmen, dass sich um Glööckler-Kunst kümmerte, wurden sie nicht als Exponate bei dem Kunstprojekt ausgestellt. Für den Prozess ist nur ein Verhandlungstag geplant.

dpa

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