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Prozessurteil in Frankfurt: Mann mit Tritten und Schlägen getötet - Achteinhalb Jahre Haft

Frankfurt.  Für den gewaltsamen Tod eines polnischen Landsmanns mit Tritten und Schlägen ist ein 28 Jahre alter Mann am Freitag in Frankfurt zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht ging von Totschlag aus und verfügte darüber hinaus eine Alkoholtherapie.

Der 28-Jährige sei im Dezember vergangenen Jahres vor einem Spielkasino in Frankfurt-Rödelheim stark betrunken gewesen. Er habe den ihm körperlich weit unterlegenen Landsmann mit Schlägen und Tritten so schwer verletzte, dass dieser zunächst mehrere Monate im Koma lag und Ende April schließlich in seiner Heimat starb. Im Prozess machte der Angeklagte nur knappe Angaben, die von der Schwurgerichtskammer als «Teilgeständnis» gewertet wurden.

Der Vorsitzende Richter wies auf den «bedingten Tötungsvorsatz» des alkoholgewöhnten Angeklagten hin. Ihm sei der Tod des Opfers «völlig gleichgültig» gewesen. Infolge des hohen Blutalkoholwertes von mehr als zwei Promille ging das Gericht gleichwohl von einer eingeschränkten Schuldfähigkeit aus und milderte die Strafe entsprechend.

(dpa/lhe)

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