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Medikament verwechselt: Anklage wegen fahrlässiger Tötung

Auf einem Tisch liegt ein Buch mit Gesetzen, darauf ein Richterhammer. Foto: Uli Deck/Archiv Auf einem Tisch liegt ein Buch mit Gesetzen, darauf ein Richterhammer. Foto: Uli Deck/Archiv
Frankfurt/Main. 

Wegen fahrlässiger Tötung einer Patientin hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt Anklage gegen eine Krankenschwester erhoben. Die 25 Jahre alte Klinikangestellte habe der 63 Jahre alten Patientin statt des Beruhigungsmittels Melperon den Drogenersatzstoff Methadon verabreicht, sagte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen am Freitag.

Die Frau war mit einem Bronchialkarzinom durch übermäßigen Nikotinkonsum in die Frankfurter Uni-Klinik gebracht worden. Ursächlich für den Tod der Frau sei auch der Umstand gewesen, dass die Schwester das Zehnfache der sonst üblichen Methadon-Dosis verabreicht habe, sagte Niesen.

Ob es sich um eine bloße Namensverwechslung handelte oder der Fehler der Angeschuldigten auf andere Umstände zurückzuführen ist, steht laut Niesen derzeit noch nicht fest - die Krankenschwester äußerte sich nicht zu dem Vorwurf. Der Prozess wird voraussichtlich vor dem Landgericht Frankfurt stattfinden. Verhandlungstermine wurden bislang noch nicht festgelegt. 

(dpa)
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