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Menschenrechtler: Ex-Stasi-Spitzel im Westen enttarnen

Wer alles in der Bundesrepublik für die Stasi gearbeitet hat, soll nach Ansicht der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) endlich aufgeklärt werden. Es sei nicht auszuschließen, dass viele dieser ehemaligen Agenten heute auf einflussreichen Posten in Behörden sitzen.
Frankfurt. 

Frankfurt. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert Aufklärung darüber, wer in der Bundesrepublik für die Stasi tätig war.

Zum 50. Jahrestag der Berliner Mauer am 13. August appellierte die IGFM in Frankfurt am Donnerstag an den Bundestag, auch die Taten westdeutscher Agenten in die Aufarbeitung mit einzubeziehen. Tausende von informellen Mitarbeitern des Ministeriums für Staatssicherheit hätten während der Teilung Deutschlands im Westen agiert. Solange diese Agenten nicht zur Rechenschaft gezogen worden seien, dürften die Stasi-Akten nicht geschlossen werden.

Gerade die Stasi-Spitzel in der Bundesrepublik hätten "ein entscheidendes Stück dazu beigetragen, dass die Freiheits- und Demokratiebewegung in der DDR so lange auf ihre Chance" habe warten müssen, erklärte IGFM-Vorsitzender Karl Hafen. Es sei nicht auszuschließen, dass viele dieser ehemaligen Agenten heute auf einflussreichen Posten in Behörden sitzen. Die 1972 gegründete Menschenrechtsorganisation hat ihren Sitz in Frankfurt und galt in der DDR als "Feindorganisation", die zerschlagen werden müsste.

(dpa)
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