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„Mobility Inside“: deutschlandweit per App unterwegs

Die langwierigen Bemühungen für ein bundesweites Tarif- und Ticketsystem im Nah- und Fernverkehr nehmen Fahrt auf. Mit „Mobility Inside“ wollen die deutschen Verkehrsunternehmen ab 2019 mit einer bundesweiten Plattform antreten, die nicht nur Fahrwege, Fahrpläne, Fahrpreise und weitere Informationen via App individuell und maßgeschneidert aufs Smartphone bringt, sondern auch die bargeldlose Bezahlung übers Konto möglich macht.

„Ich kann doch auch mit der Bankkarte meiner Bank in Moskau am Automaten der Bank of England Geld abheben“, erklärt Ringat das Projekt, das vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) unterstützt wird. „Leider ist das innerhalb des ÖPNV nicht so einfach umzusetzen. Da entwickelt jeder Verkehrsverbund sein eigenes System und will sich damit profilieren und positionieren.“

Nach 15 Jahren zähen Ringens könnte mit der Initiative „Mobility Inside“ jetzt der Durchbruch gelungen sein. Mittlerweile wird die Initiative auch mit Bundesmitteln bezuschusst. Die App soll nicht nur die nächste oder schnellste Verbindung von einer Bushaltestelle in Flensburg zur Bergstation der Schauinslandbahn in Freiburg im Schwarzwald errechnen. Möglich ist das, weil auch die DB das Projekt mitträgt.

Was Vielreisende schon vom Flug- oder Bahnticket kennen, wird dann auch auf den ÖPNV ausgedehnt. Hotels, Restaurants, Theater, Museen, Einkaufsmöglichkeiten, genauso Fahrrad-Stationen, Mietwagen, Car-Sharing-Angebote – alles wird übersichtlich präsentiert und kann geordert werden. Jede gebuchte Teilleistung kommt in den Warenkorb, wird später übers Konto abgerechnet – wenn sich der Kunde zuvor hat registrieren lassen. „Wenn wir jetzt nicht bald ein erfolgreiches Produkt auf den Markt bringen, kommt ein Startup-Unternehmen aus der IT-Branche und realisiert die Idee mit eigenen wirtschaftlichen Interessen“, mahnte Ringat beim Mobilitätskongress.

Bestes Beispiel ist Flixbus. Das Unternehmen schickt keine eigenen Busse auf die Straße. Mit ausgeklügelter IT-Expertise wurde ein Online-Ticketsystem installiert und ein Fernbus-Liniennetz gestrickt. Private Busunternehmen haben Lizenzen für einzelne Linien erhalten, die unter der grünorangenen Flixbus-Flagge fahren. Sie erhalten lediglich prozentuale Anteile am Umsatz.

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