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Nach Amoklauf in Schweden: Mordfall von 1992: Verdächtiger soll ausgeliefert werden

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David Ebener/Archiv Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David Ebener/Archiv
Frankfurt. 

24 Jahre nach dem gewaltsamen Tod einer Frankfurter Garderobenfrau soll der mutmaßliche Täter in Deutschland zur Rechenschaft gezogen werden. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat die Auslieferung eines 63-jährigen Schweden beantragt. Ein Sprecher der Behörde bestätigte am Dienstag entsprechende Zeitungsberichte.

Der Mann sitzt nach einem Amoklauf in seiner Heimat hinter Gittern. Den Berichten zufolge steht seine Entlassung bevor. Danach soll er, so wünscht es die Staatsanwaltschaft, nach Deutschland ausgeliefert werden. Sie wirft ihm vor, im Februar 1992 auf offener Straße die 68-Jährige Blanka Z. mit einem Kopfschuss getötet zu haben. Sie hatte an der Garderobe eines Restaurants gearbeitet, wo der Schwede mit ihr in Streit geraten sein soll. Er wurde schon damals verdächtigt, die Ermittlungen verliefen aber im Sande.

In Schweden wurde der als „Lasermann” bekannte Rechtsextremist später zu lebenslanger Haft verurteilt. Er hatte Anfang der 1990er Jahre aus Fremdenhass auf elf Migranten geschossen, eines der Opfer starb. Die Garderobenfrau war den Berichten zufolge jüdischer Abstammung. Der Frankfurter Fall kam erneut ins Rollen als im Zuge der NSU-Ermittlungen geprüft wurde, ob es Parallelen oder Verbindungen zwischen den Attentaten in Schweden und den NSU-Morden gab.

(dpa)
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