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Mutter von OEZ-Amokopfer droht Angeklagten zu töten

Die Tatwaffe von David S., dem Amokläufer, in einer Hand. Foto: Sven Hoppe/Archiv Die Tatwaffe von David S., dem Amokläufer, in einer Hand.
München. 

Im Prozess um den tödlichen Amoklauf im Juli 2016 am Münchner Olympia-Einkaufszentrum hat die Mutter eines der Todesopfer dem Angeklagten im Gerichtssaal mit Selbstjustiz gedroht. „Ich werde ihn bestrafen, falls Sie ihn nicht bestrafen”, sagte sie auf türkisch zum Richter - eine Dolmetscherin übersetzte. Auf deutsch und hörbar aufgewühlt bekräftigte sie kurz danach: „Dieser Mörder, ich bring Dich um mit meinen Händen”.

Der angeklagte Philipp K. soll dem Amokschützen die Pistole verkauft haben, mit der dieser neun Menschen tötete, mehrere verletzte und sich dann selbst das Leben nahm. Angeklagt ist der aus Marburg (Hessen) stammende Deutsche wegen Waffendelikten und fahrlässiger Tötung.

Die Mutter hatte als Nebenklägerin das Wort im Prozess erhalten. Rechtliche Folgen wird die Drohung für die Frau wohl nicht haben. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I, die selber im Saal zuhörte, sprach von einem „emotionalen Ausnahmezustand”. Da werde „die Staatsanwaltschaft großzügig reagieren”. Der Prozess wurde wenig später unterbrochen.

(dpa)
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