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Prozessurteil in Frankfurt: Nach Ecstasy-Schmuggel: Drei Jahre Haft für Drogenkurier

Foto: Nicolas Armer/dpa
Frankfurt. 

Mehr als 15 Jahre nach dem Schmuggel von rund 10 000 Ecstasy-Tabletten in die USA ist ein Drogenkurier am Freitag in Frankfurt zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht sah sich trotz des lange zurückliegenden Tatzeitpunkts im Jahr 2001 außer Stande, von einem minderschweren Fall auszugehen und die von der Verteidigung geforderte Bewährungsstrafe zu verhängen. Der Angeklagte habe nicht in einer ausgesprochenen Notlage gehandelt wie andere Täter, die aus weitaus prekäreren Verhältnissen stammten, hieß es in der Urteilsbegründung.

Der heute 61 Jahre alte Mann war im Juni dieses Jahres aus den USA zur Taufe seiner Enkelkinder nach Deutschland eingereist und wurde auf dem Frankfurter Flughafen mit dem seit 2002 bestehenden Haftbefehl konfrontiert. Eine Mittäterin hatte seinen Namen in ihrem eigenen Strafverfahren bekanntgegeben. Strafmildernd wurde das Geständnis des Mannes sowie sein „hohes Alter als Erstverbüßer” gewertet. „Hätten Sie aber schon damals reinen Tisch gemacht, wäre die Strafe nun für Sie vorbei”, sagte der Vorsitzende Richter allerdings.

(dpa)
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