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Nach Enthüllung von „Panama Papers”: Prüfung von 104 Fällen

Steuerfahnder nehmen an einer Razzia teil. Foto: Sebastian Willnow/Archiv Steuerfahnder nehmen an einer Razzia teil. Foto: Sebastian Willnow/Archiv
Wiesbaden. 

Die Enthüllung der „Panama Papers” um Briefkastenfirmen in Steueroasen sorgte vor über einem Jahr für Wirbel. Auch die hessischen Steuerfahnder wurden aktiv: Als Konsequenz aus den Vorkommnissen werden derzeit in Hessen noch 104 Fälle auf ihre steuerliche Relevanz geprüft. Dabei handele es sich teilweise um Betriebsprüfungen, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. Es seien aber auch Steuerfahnder und die Staatsanwaltschaft bei der Untersuchung der Fälle im Einsatz. Abschließende Ergebnisse lägen jedoch noch nicht vor.

Ein internationales Netzwerk investigativer Journalisten hatte im Frühjahr 2016 über rund 200 000 von der panamaischen Kanzlei Mossack Fonseca gegründete Briefkastenfirmen berichtet, in denen Politiker, Prominente und Sportler ihr Vermögen geparkt haben sollen. Die Veröffentlichung führte zu Ermittlungen auf der ganzen Welt und einer Debatte über Steueroasen und Geldwäsche. In Hessen war die Steuerfahndung kurz nach der Enthüllung gut 50 Hinweisen aus den „Panama Papers” nachgegangen.

Im jüngst vom Bundesrat gebilligten Bund-Länder-Finanzpaket wurde unter anderem beschlossen, dass als Konsequenz aus den „Panama Papers” der Steuerbetrug über Briefkastenfirmen gezielter bekämpft werden soll: Steuerpflichtige müssen danach Beziehungen zu Gesellschaften im Nicht-EU-Ausland künftig anzeigen.

(dpa)
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