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Landgericht Frankfurt: Nach Tod der Ehefrau: Prozess gegen 48-Jährigen

Ein Mann stürzt von einem Kaufhaus in die Tiefe. Er steht im Verdacht, vorher seine Frau umgebracht zu haben. Der Prozess dazu geht in Frankfurt los.
Bücher mit der Strafprozessordnung (StPO) liegen auf einer Richterbank. Foto: Christian Charisius/Archiv Bücher mit der Strafprozessordnung (StPO) liegen auf einer Richterbank.
Frankfurt. 

Erst soll ein Mann seine Ehefrau mit einem Beil getötet haben und dann vom Dach eines Kaufhauses in Frankfurt in die Tiefe gesprungen sein. Von diesem Dienstag (15. August) an steht ein 48 Jahre alter aus Kamerun stammender Deutscher wegen Mordes vor dem Landgericht Frankfurt. Die Anklage geht von „niedrigen Beweggründen” aus, die den Mann am 20. Oktober 2016 dazu veranlasst haben sollen, seine Frau im Haus in Frankfurt zu töten. Sieben Mal soll er auf den Schädel der Frau eingeschlagen haben. Das Haus hatte das Paar mit seinen beiden Kindern bewohnt.

Die Frau hatte sich von dem Mann offensichtlich getrennt - ein Rechtsstreit um Sorgerecht und Unterhaltszahlungen war anhängig. Auf seinem Computer fand die Polizei Briefentwürfe, in denen es unter anderem hieß, das Verhalten der Frau habe ihn zum Mörder gemacht. Er sei zum bloßen „Zahler” degradiert worden.

Nach der Bluttat, von denen die Kinder im Obergeschoss nichts mitbekommen haben sollen, fuhr der Mann laut Anklage auf die Einkaufsstraße Zeil und begab sich auf die Dachterrasse eines Kaufhauses. Von dort soll stürzte er sich rund 20 Meter in die Tiefe. Er überlebte schwerverletzt und konnte im Krankenhaus soweit wiederhergestellt werden, dass nun der Prozess beginnt.

Die Schwurgerichtskammer wird neben zahlreichen Zeugen aus dem Umfeld der Familie auch Experten zur Frage der Schuldfähigkeit des Angeklagten hören. Der Prozess soll nach sechs Verhandlungstagen bereits Ende August abgeschlossen sein.

(dpa)
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