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Fluglärm in Frankfurt: Nachtflugverbot wird anscheinend umgangen

Fraport kündigt an, etwas gegen den Lärm in den Abend- und Morgenstunden zu unternehmen und will so Schwarz-grün zuvor kommen. Eine Auswertung der Flugbewegungen zeigt allerdings, dass es noch mehr Probleme geben könnte.
Der Flughafen ist bereit Zugeständnisse zu machen. Foto: F. Rumpenhorst/Archiv Der Flughafen ist bereit Zugeständnisse zu machen. Foto: F. Rumpenhorst/Archiv
Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport ist zu freiwilligen Lösungen gegen Lärm bereit, lehnt aber härtere Nachtflugregeln an Deutschlands größtem Drehkreuz ab. Flughafenchef Stefan Schulte verwies am Mittwochabend auf den rechtsgültigen Planfeststellungsbeschluss, der ein Nachtflugverbot lediglich in den sechs Stunden zwischen 23.00 Uhr und 05.00 morgens vorsieht. Dies sei die härteste Nachtflugregel aller Drehkreuze.

Allerdings zeigt die Software eines IT-Spezialisten und Fluglärmgegners, dass die laut Betreiber "härteste" Regel ziemlich weich sein kann, wenn es um Ausnahmen geht: Denn immer wieder kommt es zu Ausnahmen, wie Hanspeter Günster von der Bürgerinitiative Sachsenhausen (BIS) nun auch beweisen kann. Der Lärmgegner hat eine Datenbank entwickelt, mit der er alle Flugbewegungsdaten am Frankfurter Flughafen auswerten kann. Mit seinem „Reportgenerator“ greift Günster auf die Daten des Deutschen Fluglärmdienstes sowie von Flughäfen und Airlines im Internet zu, bündelt sie und wertet sie aus.

Zwar wurde höchstrichterlich ein Nachtflugverbot zwischen 23 und 5 Uhr ausgesprochen. Dennoch kommt es regelmäßig zu Ausnahmen, vor allem weil laut Planfeststellungsbeschluss aus dem Jahr 2007 verspätete Flugzeuge ohne Weiteres bis 24 Uhr landen dürfen. Und so lautet Günsters Fazit: Vom 1. Januar diesen Jahres bis 1. Dezember habe es insgesamt 676 Flüge zwischen 23 und 5 Uhr gegeben. (Mehr dazu morgen in der "Frankfurter Neuen Presse")
Bilderstrecke Fluglärm: zwei Jahre Montagsdemos
Zwei Jahre gibt es die Nordwest-Landebahn am Flughafen Frankfurt. Doch der Protzest der Fluglärmgegner lässt nicht nach. Montag für Montag stehen sie im Terminal 1 und bekunden ihren Unmut mit Pfiffen und Parolen, so auch am 21.10.2013. Fotos: RüfferMahnwache am Terminal 1


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