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Wettbewerbsfähig bleiben: Nancy Faeser: Hessens Polizei muss attraktiver werden

SPD-Generalsekretärin und Innenexpertin Nancy Faeser warnt vor einem starken Personalwechsel bei den Polizeidienststellen in Hessen Großstädten.
Nancy Faeser, Generalsekretärin der hessischen SPD und Innenexpertin. Foto: Boris Roessler/Archiv Foto: dpa Nancy Faeser, Generalsekretärin der hessischen SPD und Innenexpertin. Foto: Boris Roessler/Archiv
Wiesbaden. 

SPD-Generalsekretärin und Innenexpertin Nancy Faeser warnt vor einem starken Personalwechsel bei den Polizeidienststellen in Hessen Großstädten. „Je größer die Stadt, desto mehr Versetzungsgesuche gibt es”, sagte Faeser am Dienstag in Wiesbaden nach einem Besuch von 24 der insgesamt 121 Polizeidienststellen im Land. Das liege teils an den höheren Ansprüchen an den Polizeidienst in den Ballungsräumen. Schuld sei aber auch der überhitzte Wohnungsmarkt mit sehr hohen Mietpreisen.

Um im Wettbewerb mit anderen Bundesländern oder auch dem Bundeskriminalamt (BKA) wettbewerbsfähig zu sein, müsse Hessens Polizei als Arbeitgeber deshalb deutlich attraktiver werden, mahnte die SPD-Politikerin. Dazu gehörten neben einer besseren Personalausstattung auch eine Reduzierung der Arbeitszeit auf 40 Stunden pro Woche sowie bessere Beförderungsmöglichkeiten und eine Rückkehr in die Tarifgemeinschaft der Länder.

Mittlerweile hätten sich 2,7 Millionen Überstunden bei der hessischen Polizei angehäuft. Hinzu kämen noch 3,2 Millionen Mehrstunden auf den Lebensarbeitszeitkonten der Beamten, erklärte Faeser, die im Regierungsteam von SPD-Landeschef Thorsten Schäfer-Gümbel die Verantwortung für das Innenressort übernehmen soll. Diese Mehrstunden würden in der Regel am Ende der Dienstzeit ausgeglichen, was einen früheren Ruhestand und nochmalige Personalknappheit zur Folge habe.

Die Innenexpertin erneuerte ihre Ankündigung, bei einer Mehrheit der Sozialdemokraten nach der Landtagswahl im Herbst in jeder Polizeidienststelle in Hessen einen zusätzlichen Streifenwagen mit Besatzung zu stationieren, der rund um die Uhr im Einsatz sein kann. Das hätte nach Angaben von Faeser zusätzlich 121 Stellen bei der Polizei im Land zur Folge.

(dpa)

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