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Überarbeiteter Routenplaner: Navi für Radfahrer mit vielen Extras

Ob Ferien-Fahrradtour oder Alltagsweg: Oft ist es auf den ersten Blick schwierig, zu erkennen, welche Route die besten Radwege bietet. Ein Routenplaner des hessischen Verkehrsministeriums hilft bei der Orientierung. Eine komfortable Ergänzung fehlt aber noch.
Radeln im Abendlicht Foto: Uwe Zucchi (dpa) Hessen bietet viele schöne Wege für Pedalritter – wie hier durch die Kasseler Karlsaue.
Wiesbaden. 

Erst die Heimadresse eingeben, dann das gewünschte Ziel: Schwupp zeigt der Routenplaner den günstigsten Weg für Radler an. Aber er kann noch mehr. Auf Wunsch werden mit einem Klick auch Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke eingeblendet und sogar Verleihstationen oder Übernachtungsmöglichkeiten.

Der neu überarbeitete Radroutenplaner des hessischen Verkehrsministeriums ist also nicht nur für den Weg zur Arbeit geeignet, sondern auch für mehrtägige touristische Touren durch das Land.

Ein erster Test der Autorin ergab für den 20 Kilometer weiten Weg in die Redaktion an einer neuralgischen Stelle prompt eine bislang noch nicht erprobte Variante, die so manche Hauptverkehrsstraße meidet. Die Route wird demnächst getestet.

Nicht möglich ist allerdings bislang das Navigieren mit Kommandos während der Fahrt, wie man es aus dem Auto kennt. Noch muss man sich die Route vor Fahrtbeginn genau einprägen oder ausdrucken. Das soll sich aber bald ändern: Für diesen Herbst kündigt Verkehrsminister Tarek Al-Wazir eine kostenlose Smartphone-App an, die das Navigieren während der Fahrt ermöglichen soll.

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So sieht die Routenplanung auf der Seite aus. Der Planer ist im Netz zu finden auf www.radroutenplaner.hessen.de .

„Einem Minister, der den Grünen angehört, gefällt ein Verkehrsmittel ganz ohne Energieverbrauch und Schadstoffausstoß natürlich besonders gut“, begründet Al-Wazir schmunzelnd sein Engagement für den Ausbau des Radverkehrs in Hessen. So wertet er den Routenplaner als weitere Säule, um einen Umstieg aufs Fahrrad noch attraktiver zu machen. Das umweltfreundliche Zweirad werde zunehmend auch für Pendler interessant, vor allem mit elektrischem Zusatzantrieb.

Der Online-Planer hat neuerdings auch interaktive Funktionen: Nutzer, die selbst eine besonders schöne Route ausgetüftelt haben, können diese hier mit anderen teilen. Radler können auch ihrem Ärger online Luft machen und Schlaglöcher, defekte Wegweiser oder zugewachsene Radwege auf der Homepage melden. Wer möchte, könne auch ein eigenes Profil anlegen, erklärt Heike Mühlhans, Geschäftsführerin der Gesellschaft für Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement (ivm), die den Routenplaner betreibt.

Frankfurt wird zur Radlermetropole

Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) sieht noch viel Potenzial im Ausbau des Radverkehrs. Als bestes Beispiel nennt er die Mainmetropole : „In Frankfurt hat sich der Radverkehr seit 2010 mehr als verdoppelt.

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Hessen bietet den kostenlosen Planer schon seit zehn Jahren an. Das Ministerium zählte durchschnittlich 24 Millionen Seitenaufrufe im Jahr.

Auf Wunsch auch flach

Im überarbeiteten Service sind nun auch 135 Themenrouten und mehr als 60 Tourentipps enthalten. Wer dabei besondere Wünsche hat, kann zum Beispiel eingeben, dass Steigungen zu meiden sind.

Verkehrsminister Al-Wazir hofft, dass die Kommunen des Landes voneinander lernen, um fahrradfreundlicher zu werden. Deshalb setze sich sein Ministerium für eine Vernetzung der Gremien ein. Auf Initiative des Landes sei eine Arbeitsgemeinschaft mit 170 Kommunen gegründet worden. Um die Städte untereinander auch verkehrstechnisch besser zu vernetzen, seien Radschnellwege in Planung, etwa zwischen Frankfurt und Darmstadt, Hanau und dem Flughafen.

Am Ende gehe es natürlich immer auch ums Geld. Deshalb unterstütze die Landesregierung die Kommunen beim Rad- und Fußwegeausbau deutlich stärker als zuvor. Für 2017 seien erstmals alle Anträge für den Bau von Radwegen genehmigt worden.

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