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Prozess in Limburg: Neuauflage im Prozess um abgeschnittenen Penis

Weil er einen Mann (53) im Streit getötet und ihm anschließend den Penis abgeschnitten haben soll, steht seit Dienstag ein 32-Jähriger in Limburg erneut vor Gericht.
Justitia Justitia
Limburg. 

Im Oktober vergangen Jahres war der alkoholkranke Mann aus Wetzlar vom Landgericht wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und zehn Monaten sowie dem Aufenthalt in einer Entziehungsanstalt verurteilt worden. Nach der Tat hatte der 32-Jährige ein Geständnis abgelegt, sein Verteidiger widerrief das allerdings später. Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte das Urteil kassiert, weil der Täter bereits bei der Tat unter gesetzlicher Betreuung stand. Diese hatte die Angaben des Mannes weder gekannt noch genehmigt.

Für den Prozess sind vier Tage angesetzt. Entschieden wird darüber, ob ein Tötungsvorsatz vorliegt: Wollte 32-Jährige den anderen Mann schon zu Beginn des Streits umbringen? Das Urteil wird für den 12. Dezember erwartet.

Der Angeklagte soll im März 2016 mit seinem späteren Opfer literweise Wein und Weinbrand getrunken haben. Dabei kam es laut Anklage zwischen den betrunkenen Männern zum Streit: Zunächst griff der 53-Jährige dem Angeklagten in die Genitalien, dann schlug dieser dem anderen mit der Faust mehrfach ins Gesicht. Das Opfer ging zu Boden und erstickte an Erbrochenem. Danach soll der 32-Jährige den Mann mit einem Messer im Genitalbereich verstümmelt haben.

(dpa)

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