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Grenzgedenkstätte will mehr Besucher anlocken: Neue Formate am Point Alpha in der Rhön

Point Alpha war einer der heißesten Orte im Kalten Krieg. Geschichtsinteressierte können dort heute einen Blick in vergangene Zeiten werfen und sich einen Spähposten, den früheren Todesstreifen und aktuelle Schauen ansehen. Ein Besuch, der vielen eine Gänsehaut beschert.
Gedenkstätte Point Alpha Foto: Uwe Zucchi (dpa) Ein Original-Grenzpfosten der Bundesrepublik steht auf dem Gelände der Gedenkstätte Point Alpha.
Rasdorf/Geisa. 

Die Grenzgedenkstätte Point Alpha will 2017 mit neuen Ausstellungen und Formaten ihre zuletzt leicht gesunkenen Besucherzahlen verbessern. Am 23. Juni wird im ehemaligen US-Militärcamp im osthessischen Rasdorf eine neue Schau zum Alltagsleben der amerikanischen Soldaten eröffnet, die in der Region stationiert waren. „Wir werden rechtzeitig fertig und liegen voll im Plan“, berichtet Stiftungsdirektorin Ricarda Steinbach.

Im April oder Mai soll eine Ausstellung im Wiesenfelder Turm eröffnet werden. Auf drei Ebenen wird der ehemalige Beobachtungsturm der DDR-Grenzer am Eisernen Vorhang genutzt.

Turm saniert

Der Turm mit seiner begehbaren Kanzel wurde für 25 000 Euro saniert und hergerichtet. Zu erreichen ist der Spähposten etwa mit einer wenige Kilometer langen Wanderung über den „Weg der Hoffnung“ am ehemaligen Todesstreifen bis zum Geisaer Ortsteil Wiesenfeld.

Die Point-Alpha-Stiftung thematisiert in ihrem Jahresprogramm auch die Oktoberrevolution vor 100 Jahren in Russland und das Jubiläum zu 500 Jahre Reformation. Vertieft werden sollen auch die deutsch-koreanischen Beziehungen, wie Steinbach sagte. Der kommunistische Norden des asiatischen Landes ist stark abgeschottet vom Süden – ähnlich wie früher die Teilung in Deutschland zwischen Ost und West. Point Alpha möchte mit neuen, zeitgemäßen Formaten zusätzlich für Interesse sorgen. Dazu gehören kulturelle Veranstaltungen mit Musik und Filmvorführungen.

Die Gedenkstätte verzeichnete im vergangenen Jahr gesunkene Besucherzahlen. Im Vergleich zu 2015 kamen 2016 etwa 10 000 Gäste weniger. Der Zuspruch lag 2016 bei rund 91 000 zahlenden oder registrierten Besuchern, wie Direktorin Steinbach sagte. „Mit der Bilanz liegen wir im Vergleich zu den Vorjahren immer noch im oberen Mittelfeld“, erklärte sie. Es sei normal, dass 2015 – zum 25-jährigen Jubiläum der Wiedervereinigung – mehr Besucher kamen als 2016.

Mehr Schulklassen

Im nun begonnenen Jahr will Point Alpha wieder mehr Besucher anlocken. Es gebe positive Rückmeldungen aus Hessen und Thüringen, dass vermehrt Schulklassen die Gedenkstätte besuchen wollen, sagte Steinbach. Kontakte hat die Direktorin, selbst Oberstleutnant der Reserve, auch zur Bundeswehr geknüpft. So sollen mehr Angehörige der Truppe und aus dem Sicherheitswesen den geschichtsträchtigen Ort an der ehemaligen innerdeutschen Grenze erleben.

Steinbach hatte anlässlich ihres Amtsantritts Mitte Juli 2016 gesagt, dass sie bis zum Sommer 2017 20 Prozent mehr Besucher bei Point Alpha begrüßen möchte. Auf der weitläufigen Innen- und Außenanlage können Geschichtsinteressierte Wissenswertes über die politische Epoche des Kalten Krieges bis zur deutschen Wiedervereinigung erfahren. Das ehemalige US-Militär-Camp lag früher direkt am Eisernen Vorhang, der einst Ost (Geisa in Thüringen) und West (Rasdorf in Hessen) trennte. lhe

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