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Neuer Lehrplan sieht Akzeptanz von Schwulen und Lesben vor

Wiesbaden. 

Ohne große öffentliche Diskussion ist in Hessen ein neuer Lehrplan in Kraft getreten, der die Akzeptanz sexueller Vielfalt vorsieht. Der neue „Lehrplan Sexualerziehung” ersetze den vorherigen aus dem Jahr 2007 und solle den gesellschaftlichen Veränderungen Rechnung tragen, sagte ein Sprecher des Kultusministerium am Montag. Zuvor hatte das Nachrichtenportal „hessenschau.de” darüber berichtet. In Baden-Württemberg hatte eine ähnliche Änderung vor einigen Jahren für heftige Diskussionen gesorgt.

Die schwarz-grüne hessische Landesregierung hatte sich im Koalitionsvertrag auf die Änderung verständigt, nachdem die Grünen damit Wahlkampf gemacht hatten. Ziel sei, die Akzeptanz sexueller Vielfalt zu stärken, sagte der Ministeriumssprecher. Zuvor habe es ein Beteiligungsverfahren mit Vertretern der Eltern, Schüler, Lehrer und Kirchen gegeben. Der Landeselternbeirat lehnte den Plan laut „hessenschau.de” mehrheitlich als zu weitgehend ab.

In dem neuen Lehrplan heißt es, dass Sechs- bis Zehnjährige im Unterricht auch unterschiedliche Familiensituationen kennenlernen, darunter gleichgeschlechtliche Partnerschaften. Für ältere Schüler stehen Hetero-, Bi-, Homo- und Transsexualität als Inhalt an, ab 16 Jahren dann eine mögliche Unterstützung beim Coming Out.

(dpa)
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