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Prozess in Frankfurt: Neugeborenes ertrank in Badewanne: Eltern vor Gericht

Foto: Arne Dedert (dpa)
Frankfurt. 

Sechseinhalb Jahre nach dem Tod ihrer neugeborenen Tochter müssen sich seit Freitag die beiden damals 16 Jahre alten Eltern vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Totschlag durch Unterlassen vor. Das Mädchen war im Mai 2010 unmittelbar nach seiner Geburt in einer Badewanne ertrunken. Der Vater des Kindes stand laut Anklage neben der Wanne und griff nicht ein. Einzelheiten zum Prozessverlauf wurden am Freitag nicht bekannt, weil die Verhandlung vollständig unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand. 

Die Leiche des Säuglings im Mai 2010 am Ufer der Nidda in Bad Vilbel gefunden worden. Um die Mutter des Kindes zu finden, ließ die Polizei von rund 2800 Frauen Speichelproben entnehmen, die jedoch keinen Erfolg brachten. Erst in diesem März offenbarte sich die Angeklagte einer Polizeistreife, die sie hilflos aufgegriffen hatte.

In dem auf drei Verhandlungstage terminierten Prozess vor der Jugendstrafkammer soll auch ein psychiatrischer Sachverständiger zur Frage der Schuldfähigkeit gehört werden. Wie der Vorsitzende Richter am Rande der Verhandlung mitteilte, soll am 19. Dezember das Urteil - ebenfalls in nichtöffentlicher Sitzung - bekannt gegeben werden. Die Tat hatte seinerzeit für große Anteilnahme gesorgt. Das Kind erhielt den Namen „Magdalene” und wurde beerdigt. Der Ausschluss der Öffentlichkeit ist bei Verfahren gegen jugendliche Angeklagten gesetzlich vorgeschrieben.

(dpa)
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