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Angriff mit Eisenstange: Neun Jahre Haft nach tödlicher Attacke in Männerwohnheim

Das Landgericht und Amtsgericht in Frankfurt am Main. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv Das Landgericht und Amtsgericht in Frankfurt am Main.
Frankfurt/Main. 

Nach einer tödlichen Attacke mit einer Eisenstange auf einen Zimmergenossen in einem Männerwohnheim ist ein Mann zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Frankfurt ging am Freitag von Totschlag aus und ordnete darüber hinaus die Unterbringung des 47 Jahre alten Angeklagten in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

Die Tat hatte sich im Februar vergangenen Jahres in dem Wohnheim im Frankfurter Bahnhofsviertel ereignet. Nach einem Streit griff der erheblich betrunkene Äthiopier damals nach der schweren Eisenstange und schlug sieben Mal zu.

Anzeichen für einen heimtückischen Mord, von dem noch die Anklage ausgegangen war, ergaben sich in der Beweisaufnahme nicht. Gleichwohl sprach der Vorsitzende Richter von einer „unglaublich martialischen Eskalation”. Der alkoholkranke und psychisch labile Mann sei „eine Zeitbombe der besonderen Art”, seine Unterbringung in einem „geschlossenen System” deshalb dringend geboten.

Beim Strafmaß folgte das Gericht der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigerin hatte acht Jahre Haft beantragt und die Unterbringung in einer Psychiatrie abgelehnt.

(dpa)

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