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Religion: Oberkirchenrat Wolfgang Weinrich wird Coach

Er ist der Erfinder des Slogans „Evangelisch aus gutem Grund“, des Facettenkreuzes und der „Licht-Kirche“. Wolfgang H. Weinrich, Leiter des Büros für Kommunikationsprojekte der hessen-nassauischen Kirche, tritt in den Ruhestand.
EKHN-Hessentagsbeauftragter Weinrich h?rt auf Foto: Heike Lyding Wolfgang Weinrich.
Darmstadt. 

„Es war eine tolle Zeit! Trotz teilweise harscher Kritik haben mir meine Vorgesetzten immer den Rücken gestärkt“, sagt der 63-jährige Oberkirchenrat und Event-Manager. Allerdings hätten ihn zuletzt die Auseinandersetzungen um neue Projekte ziemlich ermüdet. Er höre bewusst früher auf, um noch einmal etwas Neues zu wagen, verrät Wolfgang H. Weinrich. Ab Januar werde er als Coach arbeiten, bei der Planung von Veranstaltungen und der Umsetzung von Projekten seine Hilfe anbieten.

Der Kommunikationsprofi mit seiner grauen Löwenmähne war über zweieinhalb Jahrzehnte ein Aushängeschild der EKHN. Mit den von ihm organisierten kirchlichen Auftritten bei Hessen- und Rheinland-Pfalz-Tagen, Landesgartenschauen und Automobilausstellungen prägte der gebürtige Frankfurter das Bild einer „aufsuchenden Kirche“, die mutig und selbstbewusst dorthin geht, wo die Menschen sind.

Weinrich erfand 1995 für die EKHN den Slogan „Evangelisch aus gutem Grund“ und das sogenannte „Facettenkreuz“-Logo in einem satten Lila. Die Kampagne sollte nach innen Identität stiften und nach außen das Profil schärfen.

1998 präsentierte Weinrich in Erbach im Odenwald die EKHN erstmals auf einem Hessentag. „Von da an nahm das EKHN-Engagement auf Hessentagen mächtig Fahrt auf“, erinnert sich Weinrich. Von Dietzenbach (2001) bis Heppenheim (2004) wurden die Auftritte immer professioneller. Die erste Themenkirche entstand 2007 auf dem Hessentag in Butzbach. Seit 2003 organisierte der Tausendsassa vom Darmstädter Paulusplatz auch Programme auf den Rheinland-Pfalz-Tagen.

Ganz neue Möglichkeiten eröffneten sich für Weinrich und sein Team mit der Inbetriebnahme der sogenannten „Licht-Kirche“ auf der Landesgartenschau 2010 in Bad Nauheim. Das rund 320 000 Euro teure mobile Gebäude aus Plexiglas, das nachts bunt illuminiert werden kann, werde im kommenden Jahr in Bad Schwalbach bereits zum vierten Mal auf einer Landesgartenschau aufgebaut, kündigt der Theologe an.

Die „Licht-Kirche“ habe zuletzt fünf Monate auf der Weltausstellung der Reformation in Wittenberg für die evangelische Kirche geworben. Inzwischen sei sie zu einer „Marke“ geworden.

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