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Metropolregion will neue Strukturen über die Landesgrenzen hinweg aufbauen: Pendeln soll attraktiver werden

Von Beim "Tag der Metropolregion" Frankfurt/Rhein-Main betonten die Landkreise ihre wichtigsten Anliegen: Bessere Bedingungen für Pendler auf Schienen und Straßen. Die Ideen sind vielfältig.
Symbolbild Foto: Arne Dedert (dpa) Symbolbild
Frankfurt. 

Vor einem Jahr ging sie an den Start, die Initiative Zukunftsregion Perform. Neun Industrie- und Handelskammern sowie vier Handwerkskammern aus Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern streben eine gemeinsame Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main mit länderübergreifenden Strukturen an. Anstoß für das große Zukunftsprojekt gab 2015 die gemeinsame Forderung an die Landesregierungen in München, Mainz und Wiesbaden, einen Staatsvertrag zur Entwicklung der Metropolregion zu schließen. Die entsprechende Erklärung wurde damals medienwirksam von Vertretern aus Politik und Wirtschaft am „Tag der Metropolregion“ in der Paulskirche unterschrieben.

Jetzt lud die IHK Frankfurt Unternehmer und Politiker erneut zum Thema. Bei der Veranstaltung wurden Forderungen und auch gemeinsame Bedürfnisse der betroffenen Landkreise formuliert. Denn die Zeit drängt. Bis 2030 soll die Metropolregion auch international „zukunftsfähig und attraktiv“ sein.

Gemeinsame Struktur

Man ist sich einig: Dafür braucht es eine gemeinsame Struktur, über die Landesgrenzen hinweg. Denn die Positionierung der Region im internationalen Wettbewerb hängt auch vom Miteinander der drei Bundesländer ab – vor allem beim Thema Mobilität.

Die Landräte der Kreise Mainz-Bingen, Odenwald, Miltenberg sowie Bergstraße waren in diesem Punkt einer Meinung. Die Politiker konnten die Überlastung der Autobahnen und die nicht ausreichend ausgebauten Schienennetze bei ihrer Anreise nach Frankfurt am eigenen Leib spüren. Eine Situation, die Pendler aus ihren Landkreisen tagtäglich erfahren würden. 40 Minuten Verzögerung auf der A 5 sei die Regel, Verspätungen der öffentlichen Verkehrsmittel keine Seltenheit. „Die Infrastruktur muss ausgebaut werden“, sagt Claus Schick, Landrat des Kreises Mainz-Bingen. Sein Wehklagen galt vor allem der Situation auf der A 643 zwischen Mainz und Wiesbaden. Denn die Schiersteiner Brücke bleibt weiter einspurig. Dort müssen die Pendler noch bis in den Spätsommer täglich im Stau stehen.

Frank Matiaske, Landrat im Odenwaldkreis, bringt noch eine andere Perspektive ein. Anstatt in Frankfurt den Fokus auf immer neue Stadtteile zu setzen, sollten die verschiedenen Landkreise als interessante Unternehmensstandorte gefördert werden. Die polyzentrische Struktur sei Qualitätsmerkmal der Region, bestätigt auch der Präsident der IHK-Frankfurt, Mathias Müller. Eine Kommunikation auf Augenhöhe war Konsens bei allen Anwesenden.

Region als Marke

Ein weiterer Punkt, den es jetzt zu vertiefen gelte, sei das Selbstverständnis der einzelnen Kreise als eine Region. „Wir sind bei Weitem noch nicht zusammengewachsen“, sagt Engelbert J. Günster, Präsident der IHK für Rheinhessen. Das bestätigt auch eine Umfrage der Perform-Initiative unter rund 500 Akteuren zwischen Rhein und Main. Zwar sehen über 90 Prozent ihre Region als international an, aber nur knapp neun Prozent empfinden sich als zusammengehörig. Das müsse sich ändern. Die Region müsse als gemeinsame Marke etabliert werden.

Helfen soll hierbei ein Steuerungsgremium, das sämtliche Projekte koordiniert und damit den gemeinsamen strategischen Rahmen für Wirtschaft und Politik bildet. Dort sollen „die guten Ergebnisse“ der einzelnen Initiativen zusammengeführt werden. Dem drohenden Fachkräftemangel stellt Perform ein neues Monitorsystem entgegen. Dort werden bundesländerübergreifend Daten und Statistiken aus der Region zusammengetragen.

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