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Großeinsatz: Polizei ermittelt wegen verlorener Kindergartenkinder

Nach der Freude über drei in einem Wald zwischenzeitlich vermisste, kleine Mädchen folgt die Aufarbeitung: Die Polizei forscht nach, wieso die Vierjährigen den Anschluss an ihre Gruppe verloren. Die Beamten wollen auch klären, wer die Kosten für den Einsatz trägt.
Foto: imago stock&people (imago stock&people)
Bad Hersfeld. 

Die groß angelegte Suchaktion für drei in einem osthessischen Wald über Stunden vermisste Kindergartenkinder beschäftigt die Polizei auch am Tag danach. Nach ersten Erkenntnissen hatten die drei vierjährigen Mädchen bei dem Ausflug den Anschluss an ihre Gruppe verloren und hatten sich verlaufen, wie Polizeisprecher Manfred Knoch am Dienstag sagte. Die Beamten leitete daraufhin eine große und auch kostspielige Suche ein. Die Mädchen wurden Stunden später wohlauf in einem etwa fünf Kilometer entfernten Waldstück in Beiershausen südwestlich von Bad Hersfeld gefunden. Ein Hobby-Jäger und seine Frau hatten die Mädchen am Wegesrand entdeckt.

«Nach dem bisher bekannten Sachverhalt gibt es keinen begründeten Anfangsverdacht für eine Straftat», erklärte Knoch. Es gebe keine Hinweise, dass zum Beispiel ein Unbekannter die Kinder von der Gruppe weggelockt habe. Es müsse noch geprüft werden, ob auf Seiten der Erzieherinnen ein Fehlverhalten mit Blick auf die Aufsichtspflicht vorlag. Auch werde die Polizei-Verwaltung prüfen, «ob Einsatzkosten in Rechnung gestellt werden können», sagte Knoch.

Bei der Suche am Montag waren rund 200 Personen im Einsatz, darunter Polizisten, die Freiwillige Feuerwehr, Förster und Waldarbeiter. Auch ein Polizei-Hubschrauber und Spürhunde wurden einbezogen. Die Kinder waren Teil einer 23-köpfigen Gruppe aus Niederaula, die mit ihren zwei Erzieherinnen zu einem Projekttag unterwegs waren. Als sie am Veranstaltungsort im Wald ankamen, fehlten die drei Mädchen. Sie sollten am Dienstag und Mittwoch zusammen mit ihren Eltern befragt werden, wie es zum Verschwinden kommen konnte. Eines der Mädchen wird den Tag bestimmt nicht vergessen. Sie wurde am Montag vier Jahre alt.

dpa

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