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Geschwindigkeitskontrollen: Polizei zieht positive Zwischenbilanz beim „Speedmarathon”

Die meisten Fahrer haben sich auf die Tempo-Kontrollaktion gut vorbereitet. Allerdings gibt es auch einige Ausreißer.
Polizeikelle. Foto: Patrick Seeger/Archiv Polizeikelle. Foto: Patrick Seeger/Archiv
Dillenburg. 

Zur Halbzeit des sogenannten Speedmarathons hat die Polizei in Hessen eine positive Zwischenbilanz der großen Tempo-Kontrollaktion gezogen. Nach den ersten Rückmeldungen von den Blitzstellen habe sich das Gros der Verkehrsteilnehmer offensichtlich gut informiert gezeigt, sagte Polizeisprecher Guido Rehr in Dillenburg. „Alles in allem liegt die Beanstandungsquote, also das Verhältnis aller gemessenen Fahrzeuge zu denjenigen, die zu schnell fuhren, in einem deutlich geringeren Bereich.”

Auf der A7 in Osthessen zum Beispiel durchfuhren den Angaben zufolge etwa 7000 Fahrzeuge die Messtechnik-Stelle. Rund 150 Fahrzeugführer, also knapp zwei Prozent, waren demnach zu schnell. Bei Messungen in der Vergangenheit habe die Beanstandungsquote an dieser Stelle bei sechs bis sieben Prozent gelegen. Die geblitzten Temposünder wurden zudem mit deutlich geringeren Geschwindigkeitsüberschreitungen gemessen als sonst.

Allerdings habe es auch einige Ausreißer gegeben: Auf der A 480 am Reiskirchener Dreieck wurden zwei Autofahrer mit 128 beziehungsweise 124 Stundenkilometern geblitzt - erlaubt sind dort 80 Kilometer. In einer 30-er Zone an einer Messstelle in Kassel erreichte der schnellste Fahrer 60 Stundenkilometer.

Der „Speedmarathon” begann am Mittwoch um 6.00 Uhr mit mehr als 300 Messstellen. Er dauert bis 22.00 Uhr. „Ein Großteil der Messstellen befindet sich an Unfallhäufungspunkten, an denen in der Vergangenheit schon Menschen bei Unfällen verletzt oder sogar getötet wurden”, sagte Rehr. Es wäre ein Erfolg, wenn die Verkehrsteilnehmer dort zukünftig langsamer fahren würden, wie der Sprecher sagte.

Zu hohe Geschwindigkeit ist nach Polizei-Angaben mit deutlichem Abstand Hauptunfallursache bei Verkehrsunfällen mit Getöteten und Schwerverletzten. Der jüngste sogenannte Blitzermarathon fand vor einem Jahr statt. Die Polizei nahm landesweit das Tempo von etwa 363 000 Fahrzeugen in den Blick. Rund 15 000 von ihnen fuhren zu schnell.

(dpa)
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