E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 24°C

Rehkitz "Bambi": Privat aufgepäppeltes Rehkitz soll in einen Tierpark nach Nordhessen umziehen

Ein stubenreines Rehkitz wächst in Südhessen zusammen mit zwei Hunden bei einem Paar auf. Die beiden Tierfreunde haben das fast verhungerte Wild aufgepäppelt. Jetzt soll es aber ein neues Zuhause finden.
Rehkitz "Bambi" zieht um Foto: Karl-Heinz Bärtl (dpa) Das Paar möchte Kontakt halten zu ihrem Rehkitz. Foto; dpa
Groß-Zimmern. 

Das von einem Paar in Südhessen aufgezogene Rehkitz „Bambi“ zieht spätestens Ende Mai in den nordhessischen Tierpark Meißner um. Der genaue Termin müsse noch abgestimmt werden, sagten Fortswirt Peter Göbel und der Bürgermeister von Meißner, Friedhelm Junghans, am Montag. Die Kommune betreibt den Tierpark, in dem „Bambi“ mit zwei Ricken leben soll, die auch mit der Flasche aufgezogen wurden. Der inzwischen rund neuneinhalb Monate alte Rehbock wächst im Haus und Garten von Göbel und seiner Lebensgefährtin Anja Pahlen im südhessischen Groß-Zimmern auf.

„Wir waren uns darüber einig, dass ein Umzug im Winter nicht günstig für das im Haus aufgezogene Rehkitz ist“, hatte Junghans nach einem Treffen mit „Bambis“ Zieheltern gesagt. Der Bock, der auch im Bett geschlafen hat, müsse erst seinen Zieheltern entwöhnt werden. Die lassen das Tier deshalb seit einiger Zeit immer häufiger allein und draußen, wie Göbel sagt. „Bambi“ schmeiße dennoch derzeit bereits sein Winterfell ab, so dass ein Umzug angesichts der niedrigen Temperaturen frühestens in zwei Wochen sinnvoll sei.

Damit das Tier die Geweihhaut (Bast) seiner wachsenden Hörner abrubbeln kann, hat Göbel im Garten extra einen sogenannten Fegebaum aufgestellt und in der Wohnung zwei Straßenbesen aufgehängt. „Damit er nicht an die Möbel geht.“ Wenn Fremde kommen, werde er aber langsam bockig. „Er senkt dann seinen Kopf und schaut ein bisschen anders.“ Göbels Lebensgefährtin hatte das fast verhungerte Tier bei einem Spaziergang gefunden und gemeinsam mit dem Forstwirt aufgepäppelt. Pahlen erinnert sich noch gut an den Juliabend, als sie das wohl erst wenige Tage alte Kitz in dem ausgetrockneten und verschlammten Flussbett entdeckte. Sie habe ein Piepsen gehört. Die tierliebe Frau packte das Kitz vorsichtig in ihre Jacke und brachte es „mit Tränen in den Augen“ zum Auto.

(lhe)

Zur Startseite Mehr aus Rhein-Main & Hessen

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen