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Prozess in Hanau: Prozess: Verwertbarkeit verdeckter Ermittlungen ist Thema

Ein Erbschaftsstreit führt mutmaßlich zu einem tödlichen Familiendrama in Hanau. Ein vierfacher Vater wird erschossen. Geklärt werden soll in der Beweisaufnahme, ob und inwieweit Erkenntnisse eines verdeckten Ermittlers berücksichtigt werden dürfen.
Foto: Peter Steffen (dpa)
Hanau. 

Der Hanauer Mordprozess um einen Erbschafts- und Familienstreit steht in der kommenden Woche vor einer wichtigen Entscheidung: Am Landgericht soll erörtert werden, ob und inwieweit Erkenntnisse eines verdeckten Ermittlers in das Verfahren einfließen können. „Diese Frage müssen wir klären”, sagte der Vorsitzende Richter Peter Graßmück. Das Gericht gab weitere Fortsetzungstermine zu dem Aufsehen erregenden Fall bekannt.

Angeklagt ist eine heute 31-jährige Frau. Ihr wird vorgeworfen, am 7. September 2013 in Hanau den Schwager des heute 53 Jahre alten Mitangeklagten, ihres Lebensgefährten, durch die Haustür erschossen zu haben. Der 53-Jährige soll laut Anklage als planender und von der Tat profitierender Hintermann agiert haben und die Waffe bereitgestellt und verwahrt haben. Beide sind angeklagt wegen gemeinschaftlichen Mordes aus Rache und niedrigen Beweggründen. Sie haben sich vor Gericht nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Nach Gerichtsangaben steht an diesem Dienstag (25. April) der elfte Verhandlungstag auf dem Programm. Bis Ende Juni sind weitere Termine angesetzt. „Wir stecken noch mitten in der Beweisaufnahme”, sagte Graßmück. Das Gericht bezweifelt, dass der Fall bis zu den Sommerferien beendet werden kann. Ein Sprecher sagte, ein Ende sei derzeit nicht absehbar. Das Verfahren habe eine „hohe Dynamik”.

Nach Planung des Gerichts soll die Staatsanwältin am Dienstag zur Prozess-Fortsetzung das Wort haben, wenn es um die Frage der Verwertbarkeit des verdeckten Ermittlers geht. Er war mit Wanzen ausgestattet und hatte Gespräche mit dem Angeklagten aufgezeichnet. Am Donnerstag soll der Vernehmungsbeamte von der Festnahme des Mannes berichten. Am Freitag könnte der verdeckte Vermittler zu Wort kommen.

(dpa)
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