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Opfer nahezu erblindet: Prozess um Gesichtsverstümmelung: Gutachten erwartet

Der angeklagte 20-jährige Mann verbirgt sich hinter einem Karton. Foto: Jörn Perske/Archiv Der angeklagte 20-jährige Mann verbirgt sich hinter einem Karton. Foto: Jörn Perske/Archiv
Hanau. 

Er soll sein Opfer mit zwei Messern in den Hals gestochen und Augen und Ohren brutal verletzt haben: Im Hanauer Prozess um eine Gesichtsverstümmelung werden mit einem Tag Verspätung nun heute mehrere Gutachten vorgestellt. Eigentlich war dafür der Mittwoch vorgesehen. Aber der Prozess musste vertagt werden, weil der Dolmetscher des Angeklagten nicht anwesend war.

Präsentiert wird eine psychiatrische Einschätzung zur Person des angeklagten Flüchtlings aus Eritrea. Zudem wird ein Altersgutachten erwartet, das Auswirkungen auf den Strafrahmen haben könnte. Ein Zeuge hatte im Prozess ausgesagt, dass der Angeklagte auf der Flucht bei Behörden ein jüngeres Alter angegeben habe, um sich Vorteile im Asylverfahren zu verschaffen. Womöglich werden zudem die Plädoyers gehalten.

Der nach eigenen Angaben heute 20-Jährige ist wegen versuchten Mordes sowie schwerer und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Er soll einen befreundeten Flüchtling (18) im Oktober 2016 in Schlüchtern misshandelt haben. Das Opfer ist seither nahezu blind. (dpa)

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