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Prozess um versuchten Totschlag: Frau verteidigt Ehemann

Die Statue Justizia. Foto: Peter Steffen/Archiv Die Statue Justizia.
Darmstadt. 

Im Prozess um versuchten Totschlag vor dem Darmstädter Landgericht hat die Ehefrau ihren angeklagten Mann in einer emotionalen Aussage verteidigt - obwohl sie selbst eines der Opfer war. Der 55-Jährige soll im Dezember vergangenen Jahres neben seiner Frau auch zwei Schwägerinnen niedergestochen haben. Nun sagte die Frau am Montag vor Gericht: „Ich weiß, dass mein Mann mich nicht umbringen wollte. So wahr ich hier sitze”. Sie habe ihn immer so „zur Sau gemacht”, dass sie sich für die Taten verantwortlich fühle.

Laut Anklage soll der 55-Jährige seinerzeit die Ehefrau nach einem Streit mit zwei großen Küchenmessern niedergestochen haben. Sie habe nach der Attacke von Rettungskräften reanimiert werden müssen. Als die Schwägerinnen ihr zu Hilfe kommen wollten, habe der Mann, der türkischer Staatsangehöriger ist, sie ebenfalls angegriffen. Einer der Frauen stach er demnach durch die Schulter, die andere wurde an Armen und Händen verletzt. Die Frauen flohen, der Mann wurde in der Nähe des Tatorts festgenommen. Für den Prozess waren zunächst vier Verhandlungstage angesetzt.

(dpa)
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