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Hells Angels in Hessen: Prozessauftakt gegen vier Hells-Angels-Rocker wegen Erpressung

Kaum hat der Prozess begonnen, wird er auch schon wieder vertagt: Die Verteidiger von vier Mitgliedern der Hells Angels fordern umfassende Akteneinsicht und Auswertung von Computerdaten.
Der Hells Angels Prozess wurde vertagt. Foto: Franziska Kraufmann/Archiv Der Hells Angels Prozess wurde vertagt. Foto: Franziska Kraufmann/Archiv
Kassel. 

Ein Prozess gegen vier Mitglieder der Rockergruppierung «Hells Angels Göttingen» ist am Donnerstag kurz nach Beginn auf unbestimmte Zeit ausgesetzt worden. Die Richterin am Amtsgericht Kassel folgte damit einem Antrag der Verteidigung.

Vor Gericht müssen sich der Präsident der Ende Oktober verbotenen Gruppierung (48), sein Bruder (51) sowie zwei 26 und 27 Jahre alte Mitangeklagte, die als Anwärter auf die vollständige Aufnahme in die Gruppe warteten, verantworten. Ihnen wird versuchte gemeinschaftliche räuberische Erpressung und Diebstahl vorgeworfen.

Die vier Männer sollen im September 2014 im nordhessischen Wahlsburg (Kreis Kassel) einen 60-Jährigen aufgesucht haben, um 100.000 Euro zu erpressen. Bei diesem Besuch sollen auch ein Laptop und ein Bild gestohlen worden sein. Die beiden Brüder tauchten fünf Tage später erneut bei dem Opfer auf. Bei diesem Besuch wurden beide von  der Polizei festgenommen und rund zwei Monate später unter Auflagen aus der Untersuchungshaft entlassen.

Nach der Verlesung der Anklage folgten am ersten Verhandlungstag zunächst eine Unterbrechung und schließlich der Antrag auf Aussetzung des Prozesses. Den Anwälten der Angeklagten wurde jeweils eine Festplatte mit der Kopie der Daten des gestohlenen Laptops zugesandt. Insgesamt handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um ein Datenvolumen von einem Terabyte. Darunter vermuten die Verteidiger auch pornografisches Material, das das Opfer belasten könnte.

Die Anwälte der vier Rocker konnten und wollten die Festplatte - unter anderem aus Sicherheitsgründen -  nicht an die eigenen Rechner anschließen. Somit wird nun allen Beteiligten die Gelegenheit gegeben, alle Akten und Materialien anzuschauen.

(dpa)

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