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RMV-Chef: Arbeitsmarkt für Lokführer ist leer gefegt

Knut Ringat, Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV). Foto: Silas Stein/Archiv Knut Ringat, Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV).
Hofheim/Taunus. 

Ausfallende S-Bahn-Fahrten, weil Lokführer fehlen - das ist auch ein Problem des Rhein-Main-Verkehrsverbunds. „In ganz Deutschland ist der Arbeitsmarkt für Lokführer leer gefegt”, sagte RMV-Geschäftsführer Knut Ringat in einer am Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme. „Wir haben mit einem Mitarbeiternotstand zu tun, der direkte Auswirkungen auf unsere Gesellschaft hat, denn ohne öffentliche Mobilität steht unser Land still.” Die Verkehrsunternehmen machten seit Jahren Werbung um Mitarbeiter, fänden aber nicht mehr ausreichend Personal.

Die Gründe für den Lokführermangel seien vielfältig, sagte Ringat. Neben fehlendem Nachwuchs seien hohe Fluktuation und Krankenstände ein Grund für die dünne Personaldecke. Gleichzeitig wachse wie überall in Deutschland auch im RMV-Gebiet der öffentliche Nahverkehr, mehr Fahrten in den Nachtstunden und am Wochenende erforderten zusätzliches Personal.

„Um wirklich den Hebel herumzureißen, brauchen wir Unterstützung, insbesondere vonseiten des Bundes”, sagte Ringat. Die Lage drohe sich durch den demografischen Wandel noch weiter zu verschärfen, fügte er hin und verweis auf eine Studie des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), der zufolge fast 40 Prozent der Beschäftigten in Verkehrsunternehmen älter als 50 Jahre sind und damit in den kommenden 15 Jahren in den Ruhestand gehen.

(dpa)
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