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Bahnen und Busse: RMV: Kostenloser Nahverkehr extrem teuer

Kostenlose Busse und Bahnen würden sich wohl viele Hessen wünschen, allerdings wäre kostenloser Nahverkehr auch im Rhein-Main-Gebiet extrem teuer.
Fahrkarten des RMV. Foto: Arne Dedert/Archiv Foto: dpa Fahrkarten des RMV. Foto: Arne Dedert/Archiv
Frankfurt/Main. 

Kostenlose Busse und Bahnen wären auch im Rhein-Main-Gebiet extrem teuer. Derzeit lägen die jährlichen Einnahmen durch verkaufte Tickets hier bei rund 900 Millionen Euro pro Jahr, sagte der Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV), Knut Ringat, der Deutschen Presse-Agentur. „Eine Summe, die dann durch andere Quellen finanziert werden muss.” Für mehr Luftreinheit in deutschen Städten erwägt der Bund zusammen mit Ländern und Kommunen einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr, um die Zahl privater Fahrzeuge zu verringern.

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Öffentlicher Personennahverkehr könne nie wirklich kostenlos sein, sagte Ringat. Vielmehr gehe es darum, ob beispielsweise die Steuerzahler die Erlöse aus dem Fahrscheinverkauf übernähmen. „Diese Frage sollte mit dem Steuerzahler öffentlich diskutiert werden und nicht per Brief aus Brüssel den betreffenden Städten zur Kenntnis gegeben werden”, sagte Ringat.

Problematisch sei auch die Auslastung der vorhandenen Strecken. „Mit dem Status Quo der Infrastruktur wird ein kostenloser ÖPNV nicht zu bewältigen sein”, sagte Ringat. Denn sie befinde sich auf dem Stand der späten 1970er Jahre. „Das Nadelöhr im Rhein-Main-Gebiet ist der Frankfurter S-Bahntunnel. Um diesen zu entlasten, brauchen wir Alternativen”, sagte Ringat. „Wir müssen Strecken wie beispielsweise wie die Regionaltangente West endlich realisieren. Wir müssen Trassen neu denken, wie eine Südtangente um Frankfurt.”

(dpa)

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