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Rassismusvorwürfe: Karnevalsverein kommt Kritikern entgegen

Karnevalist vom Karnevalsverein Südend Fulda, während eines Karnevalsumzugs. Foto: R.Leupolt/Archiv Karnevalist vom Karnevalsverein Südend Fulda, während eines Karnevalsumzugs. Foto: R.Leupolt/Archiv
Fulda. 

Nach Rassismusvorwürfen in der Fastnacht hat der Karnevalsverein Südend Fulda reagiert und kommt seinen Kritikern mit einem Kompromiss entgegen. Das haben die Vereinsmitglieder auf der Jahreshauptversammlung beschlossen, wie der Vorsitzende Andreas Beck am Dienstag sagte. Die Figur des „Negers vom Südend” solle künftig nur noch in einer „Light-Version” auftreten. Er solle sich das Gesicht nicht mehr schwarz, sondern nur leicht braun schminken. Nicht mehr tragen wird er eine Knochenkette und einen großen Knochen in der Perücke. Das Tierfell soll er aber weiterhin anhaben. Der Vorstand will bei einer Sitzung noch einen neuen Namen für die Figur finden.

Der Verein war vor allem in der heißen Phase der Karnevalssession kritisiert worden, weil die parodierende Darstellung dunkelhäutiger Menschen herabwürdigend, menschenverachtend und rassistisch sei. Mitarbeiter der Sozialwissenschaften an der Hochschule Fulda hatten als Privatleute die Praktiken des Vereins öffentlich angeprangert. Am Rosenmontagszug bekam der Verein sogar Polizeischutz.

Auch war moniert worden, dass Mitglieder des 1938 gegründeten Vereins Kolonialuniformen tragen. Dadurch werde Völkermord, Unterdrückung und Entrechtung verharmlost und gutgeheißen. Für Beck geht dies entschieden zu weit: „Wir werden unsere Kostüme nicht ablegen und an unserer Tradition zumindest in diesem Punkt festhalten.”

(dpa)
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