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Rechtsstreit über Grubenunglück mit Vergleich beigelegt

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Kassel. 

28 Jahre nach dem Grubenunglück von Borken hat eine Bergarbeiter-Witwe ihren Rechtsstreit mit dem Energiekonzern Eon beigelegt. Die Parteien hätten sich vor einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt (OLG) auf einen Vergleich geeinigt, teilte das Gericht am Donnerstag auf seiner Internetseite mit. 

Die Bergmanns-Witwe hatte ihren Ehemann bei dem Unglück verloren. Sie forderte in dem Berufungsverfahren vor der Kasseler OLG-Außenstelle von Eon als Rechtsnachfolger des damaligen Bergwerkbetreibers Preussen-Elektra 6000 Euro Schmerzensgeld. Das Landgericht Kassel hatte die Klage der Frau 2014 abgewiesen, wogegen sie Berufung einlegte. Aus strafrechtlicher Sicht ist der Fall längst verjährt. Zum Inhalt des Vergleichs könne aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Auskunft erteilt werden, teilte das OLG weiter mit. 

Bei dem Grubenunglück am 1. Juni 1988 waren in der hessischen Stadt 51 Kumpel ums Leben gekommen. Eine Kohlenstaubexplosion hatte die Grube „Stolzenbach” erschüttert. Fast alle Arbeiter starben an den giftigen Gasen, die sich dabei bildeten. Drei Tage später wurden sechs Bergleute aus 150 Metern Tiefe aus einer Luftblase gerettet. Die Explosion bedeutete das Ende des Bergbaus in Borken. Fast drei Jahrzehnte hatten Angehörige der Opfer vor Gericht über die Schuldfrage gestritten und eine Neubewertung gefordert.

(dpa)
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